Berlin-Mitte: Friedrichswerdersche Kirche in neuem Glanz

Schinkels Bauwerk öffnet nach achtjähriger Schließzeit mit neuer Ausstellung.

Nach rund achtjähriger Schließzeit ist die Friedrichswerdersche Kirche seit Anfang dieser Woche wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Von 1824 bis 1830 erbaut, ist sie heute der einzige original erhaltene Kircheninnenraum Karl Friedrich Schinkels. In der parallel eröffnenden Sonderausstellung „Ideal und Form“ werden hier Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Umfassende Sammlung

Damit schließt die Kirche an die Zeit vor 2012 an. Wie vor der Schließung in diesem Jahr wird die Friedrichswerdersche Kirche nun wieder von der Alten Nationalgalerie als Dependance für die Präsentation ihres umfangreichen Skulpturenbestands genutzt. Die Nationalgalerie besitzt eine der umfassendsten Sammlungen skulpturaler Kunst des 19. Jahrhunderts.

Die Ausstellung „Ideal und Form. Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie“ ermöglicht den Besucherinnen nun endlich wieder, die weitestgehend original erhaltene Architektur des 19. Jahrhunderts im Zusammenspiel mit meisterlichen Skulpturen und Plastiken aus eben jener Zeit zu erleben. „Und das bei wechselndem Tageslichteinfall immer wieder neu“, versprechen die Organisatoren.

Von Karl Friedrich Schinkel geplant, wurde die Friedrichswerdersche Kirche von 1824 bis 1830 erbaut. Schwere Schäden im Zweiten Weltkrieg machten eine aufwendige Sanierung in den Jahren 1979 bis 1986 erforderlich. Seit 2012 war das unter Denkmalschutz stehende Kirchengebäude nur noch von außen erlebbar. Die Schau kann täglich, außer montags, von 10 bis 18 Uhr, besucht werden.

Datum: 28. Oktober 2020, Text: red., Bilder: Friedrich W. Zimmermann