Berlin-Spandau: Online-Dialog zur Siemensstadt 2.0

Siemensstadt

Mit der Siemensstadt 2.0 entsteht ein neuer Berliner Zukunftsort. Anwohner und Interessierte können sich mit Ideen und Kritik einbringen.

Im Rahmen der „Stadtwerkstatt“ wird am 27. Oktober, um 18.30 Uhr, zu einer Online-Veranstaltung zur Siemensstadt 2.0 eingeladen. Verantwortliche der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, des Bezirks und der Siemens AG stellen das Projekt vor und beantworten Fragen der Teilnehmer, heißt es in einer Ankündigung. Wer teilnehmen möchte, wird gebeten, sich vorab per Mail anzumelden. Weitere Informationen und die Zugangsdaten für den Online-Dialog gibt es im Internet (siehe unten).

Umfrage zur Gestaltung des Siemens-Standortes

Bis zum 6. November läuft überdies das Online-Beteiligungsverfahren zur Gestaltung des Siemens-Standortes in Spandau. Auf der Plattform mein.Berlin.de kann jeder eine Umfrage beantworten, wichtige Orte auf der Karte markieren und die Nutzungen aus dem Rahmenplan kommentieren. In dem Rahmenplan werden die grundsätzlichen Ziele für die Entwicklung der Siemensstadt 2.0 festgehalten, der begleitend zum Bebauungsplanverfahren entwickelt wird.

Der Plan zeigt zudem auf, wo der Bildungscampus, Gewerbe, Wohnraum oder eine Mischung vorgesehen ist. Demnach soll etwa im Norden, im Bereich der ehemaligen Arbeitnehmer-Gärten, das Wohnen den Schwerpunkt bilden. Festgehalten wird auch, wie Fußgänger und Radfahrer in dem Gebiet gelenkt werden oder wo Autos fahren und parken können. Vorgesehen sind mehr als zehn Tiefgaragen sowie „Systemparkhäuser“, die zugleich als Mobilitäts-Hubs dienen. Ferner sind zwei neue Bushaltestellen markiert. Eine große Grünfläche ist angrenzend an die Siemensbahn-Trasse geplant, eine kleinere an der Nonnendammallee.

Offenes Quartier statt geschlossener Industriekomplex

Bis zum Jahr 2030 soll das einst geschlossene Industriequartier im Ortsteil Siemensstadt zu einem Zukunftscampus ausgebaut werden. Im Mittelpunkt stehen zukunftsweisende Büro-, Forschungs- und Produktionsflächen und moderne Wohnformen, so der Senat. Darüber hinaus geht es darum, ausgewählte Schlüsseltechnologien und Innovationsfelder durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken. Zu diesem Zweck sollen Forschungs-, Fach- und Gründerzentren sowie außeruniversitäre und wissenschaftliche Einrichtungen gegründet werden. 

https://www.berlin.de/stadtwerkstatt/die-stadtwerkstatt/veranstaltungen/online-projektwerkraum-siemensstadt-2-0-1005659.php
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Datum: 21. Oktober 2020, Text: red/nm, Bild: imago images/Jürgen Heinrich