Berlin-Charlottenburg: Schönheitskur für den Lietzensee

Sanierungsmaßnahmen im Lietzenseepark haben bereits begonnen.

Er ist das Kiez-Kleinod für viele Charlottenburger: der Lietzensee mit umliegendem Park. Erst vor wenigen Wochen sorgte der innerstädtische See jedoch für einige sorgenvolle Gesichter unter den Parkbesuchern. Grund war der niedrige Wasserstand, der sich aber mittlerweile wieder normalisiert hat.

Um Wasserstand und -qualität soll es dennoch bei den geplanten Sanierungsmaßnahmen des Lietzensees gehen, die bereits begonnen haben. „Im Rahmen des Parkpflegewerks für den Lietzenseepark wurde ein Gutachten zur Gewässerqualität des Lietzensees erstellt, da auch die Wasserqualität eine wesentliche Rolle für die Ästhetik und den Erholungswert der Grünanlage spielt“, heißt es aus dem Bezirksamt.

Denkmalschutz beachten

Darauf aufbauend wurden die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen entwickelt und mit dem Denkmalschutz abgestimmt. In den folgenden Jahren soll zudem der Wasserstand durch Grundwassereinleitung reguliert und Ufer- sowie Wasservegetation angepflanzt werden. Sogenannte Unterwasserweiden werden für die Fortpflanzung insbesondere von Hechten als Schutz und Jagdtraum benötigt.

Die Raubfische sollen im Anschluss vermehrt zur Regulierung der Fischpopulation beitragen. Künftig soll der See außerdem klarer und die Sichttiefe höher werden. Dazu soll noch in diesem Jahr der Nährstoffgehalt in Form einer sogenannten Phosphatfällung reduziert werden. Um Ablagerungen am Grund zu vermeiden, werden chemische Sauerstoffträger in den See eingebracht. Das klare Wasser soll aber nicht nur den Parkbesuchern gefallen, sondern auch das Wachstum neuer Wasserpflanzen begünstigen. Das übergeordnete Ziel über sämtlichen Sanierungsvorhaben ist es, das ökologische Gleichgewicht des Sees wiederherzustellen. 

Datum: 16. Oktober 2020, Text: kr/red, Bild: imago images/Stefan Zeitz