BVG verspricht: Ohne Überraschungen ans Ziel

Die Berliner Verkehrsbetriebe treiben die Digitalisierung voran – unter anderem mit einem neuen Informationssystem an den Haltestellen

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) treiben die Digitalisierung ihrer Fahrgastinformation weiter voran. Seit Kurzem sind die ersten Monitore in Betrieb, die an Straßenbahn- und Bushaltestellen in Echtzeit über Abfahrten, Störungen und Baustellen informieren. Während die bisherigen rund 1.500 DAISY-Anzeiger auch in Zukunft an den Knotenpunkten für Auskünfte sorgen, werden die neuen Monitore auf weitere Haltestellen im gesamten Stadtgebiet verteilt.

Insgesamt sollen bis zum kommenden Frühjahr 1.060 Standorte mit dieser Technik ausgestattet sein. Die ersten 940 Anzeiger, die von der Firma ST-Vitrinen Trautmann GmbH & Co. KG aus Bielefeld geliefert werden, werden mit der Zeit neue Funktionen dazulernen, lässt die BVG wissen.

Zwei Ausführungen

Es gibt 19 Zoll große TFT-Monitore, die in vorhandene Haltestellen-Leuchtsäulen installiert werden. Insgesamt werden 403 Standorte damit  ausgestattet, 100 davon noch in diesem Jahr. Die Anzeige umfasst die nächsten Abfahrten, Störungs- und Bauhinweise.

Dann gibt es die 21,5 Zoll großen TFT-Monitore, die in neue Vitrinen in den Wartehäuschen eingebaut werden. Insgesamt werden 537 Standorte ausgestattet, 110 davon noch in diesem Jahr. Die Bildschirme zeigen auch hier Abfahrten, Störungs- und Bauhinweise an.

Hoher Kontrast 

Die neuen Monitore sollen vor allem im Störungsfall umfassend und transparent informieren und damit alle Fahrgäste zuverlässig an ihr Ziel führen. Sie können dank ihrer großen Anzeigefläche Informationen grafisch und damit intuitiv darstellen.

Statt einer Laufzeile erklären Skizzen und Karten zum Beispiel einen bestehenden Pendelverkehr. Auch seheingeschränkte Fahrgäste profitieren vom neuen Bildschirmdesign, das durch einen hohen Kontrast sowie große Schrift und Symbole auf beste Lesbarkeit optimiert wurde.

Das Projekt, zu dem auch die passende Hintergrundsoftware sowie vorbereitende Maßnahmen an der Infrastruktur gehören, wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Förderrichtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ mit circa 3,17 Millionen Euro gefördert. Das entspricht exakt 50 Prozent der Gesamtkosten.

Datum: 12. Oktober 2020, Text: Manfred Wolf, Bild: BVG