Berlin-Mitte: Hoffnung für das Monbijou-Theater

Ist der letzte Vorhang fürs Monbijou-Theater doch noch nicht gefallen? Die CDU-Fraktion Mitte will den Kulturstandort reaktivieren.

Gibt es doch noch ein Happy End für das Monbijou-Theater? Fest steht, dass in diesem Drama der letzte Vorhang immer noch nicht gefallen zu sein scheint. So wurde in der vergangenen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung die Grundlage für eine neue Chance für die Kulturstätte geschaffen. „Eine neue Belebung des Theaterspielbetriebs zwischen Monbijoupark und Museumsinsel ist nun möglich. Mit der Entscheidung der Mehrheit der BVV Mitte gibt es nun den politischen Rückhalt für das Bezirksamt. Es kann nun die Voraussetzungen dafür schaffen, dass am Monbijoupark wieder eine attraktive Theaterspielstätte entstehen kann und in der Folge geduldet wird, bis ein zu erstellender Bebauungsplan in Kraft getreten ist, der dies endgültig gestattet“, so der Vorsitzende der CDU-Fraktion Mitte, Sebastian Pieper, der den Antrag eingebracht hatte.

Besonderes Flair

Diese Entscheidung setze einer „knapp zweijährigen Phase rot-grüner Konzeptionslosigkeit“ ein Ende, heißt es weiter von der CDU. Mit dieser hätten sie den erfolgreichen und bei Berlinern sowie Berlin-Besuchern beliebten Kulturstandort kaputtgemacht. „Rot-Grün wollte das Monbijou-Theater nicht mehr. Das kulturpolitische Fiasko seit 2018 und seine Umstände haben wir nun beenden können und werden das Bezirksamt bei seiner Arbeit unterstützen, damit bald wieder Theaterspiel, Märchenhütten und das besondere Flair ans Spreeufer zwischen Monbijoupark und Museumsinsel zurückkehren“, so der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion, Benjamin Fritz.

Der Beschluss des CDU-Antrags zum Weiterbetrieb sei ein „ein tolles Zeichen für eine kulturelle Zukunft in Mitte“, so Fritz bei Twitter. Dem vorausgegangen waren jahrelange Streitereien, die im Juni mit der Schließung des Theaters ihr Ende fanden.

Datum: 24. September 2020, Text: kr, Bild: imago images/Joko