Heidekrautbahn im Berliner Norden: Betreiber hält an Zeitplan fest

Heidekrautbahn

Bis zum Dezember 2023 sollen wieder Züge von Basdorf nach Wilhelmsruh rollen. Brandenburger Ministerium erwartet Verzögerung.

Bis zum Dezember 2023 sollen wieder Züge auf der Stammstrecke der Heidekrautbahn von Basdorf nach Wilhelmsruh rollen. An diesem, bereits im vergangenen Jahr verkündeten Ziel hält die Niederbarnimer Eisenbahn-AG (NEB) auch weiterhin fest. Man sei optimistisch, dass mit den vereinten Kräften aller Projektbeteiligten – dazu zählen Berlin und Brandenburg – der vereinbarte Zeitplan eingehalten werden könne. Dies sei im Interesse der Fahrgäste aus beiden Ländern, die auf den Ausbau der Schieneninfrastruktur angewiesen seien. Mit einer entsprechenden Pressemitteilung reagierte die private Betreibergesellschaft offenbar auf Presseberichte, wonach es zu Verzögerungen kommen könnte.

Baldige Verhandlungen

„Aufgrund des Gesamtumfangs der Maßnahme gehen die Länder eher von einer Inbetriebnahme Ende 2024/Anfang 2025 aus“, hatte eine Sprecherin des Brandenburger Infrastrukturministerium, dieser Tage gegenüber der „Märkischen Oderzeitung“ verlauten lassen.

Im Herbst dieses Jahres wird es Verhandlungen mit den beiden Bundesländern zur Finanzierung der weiteren Planungsschritte geben, so die NEB. Gleichzeitig werden erste Gespräche zwischen den Anrainergemeinden und -bezirken und den Ländern zu Fördernotwendigkeiten und -möglichkeiten stattfinden, die die ergänzenden kommunalen Baumaßnahmen, unter anderem Park-and-Ride-Flächen, zum Thema haben.

Mit der Bahn bis nach Gesundbrunnen 

In einer späteren Ausbauphase soll die Heidekrautbahn von Wilhelmsruh bis zum Bahnhof Gesundbrunnen weitergeführt werden. Doch auch hier gibt es noch einige Fragezeichen. Laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“ sind Mittel für die Planung im Nachtragshaushalt vorgesehen, doch dieser muss erst noch vom Abgeordnetenhaus beschlossen werden. 

Datum: 21. September 2020, Text: nm, Bild: imago images/Jürgen Ritter