Berlin-Spandau: “Schule ohne Grenzen” feiert Richtfest

Das Gebäude der inklusiven Bildungsstätte in Hakenfelde ist im Rohbau vollendet.

Die August Hermann Francke Schule und die Evangelische Schule Spandau werden dort ab dem Schuljahr 2021/2022 ein nach eigenen Angaben einzigartiges Projekt umsetzen: eine inklusive Schule, in der Schüler der Regelschule und solche mit schwersten und mehrfachen Behinderungen gemeinsam lernen. Am Freitag wurde Richtfest gefeiert.

In der „Schule ohne Grenzen“ werden künftig Kinder und Jugendliche beider Einrichtungen unterrichtet. Insgesamt lernen 200 Schüler mit und ohne Beeinträchtigungen in den Klassenstufen 1 bis 6 gemeinsam. damit soll ein Zeichen gegen die Ausgrenzung von Menschen mit Handicap gesetzt worden.

Ein Haus ohne Barrieren

“Dabei spielt das besondere Raumkonzept eine wichtige Rolle”, lässt die Stiftung Evangelisches Johannesstift wissen. Das Gebäude und das umgebende Gelände seien barrierefrei. Die Schulkinder lernen gemeinsam in einem Inklusionsklassenraum. In separaten Räumen stehen weiterhin die Bedürfnisse der einzelnen Gruppen im Vordergrund

Die Investitionssumme für die „Schule ohne Grenzen“ beträgt laut der Stiftung rund 15,7 Millionen Euro und sei weitgehend über Spenden und Fördermittel finanziert worden. Im August 2018 hatten die Bauarbeiten auf dem Stiftsgelände an der Schönwalder Allee im Spandauer Ortsteil Hakenfelde begonnen. Auch wenn die Finanzierung für den Bau der Schule gesichert sei und im kommenden Jahr der Unterricht beginnen kann, so benötige das Projekt weiterhin Spenden, unter anderem für den Sportplatz, die Ausstattung der Klassenräume oder den
Schulgarten, heißt es weiter.

Inklusion steht im Mittelpunkt

Das Evangelische Johannesstift zählt zu den traditionsreichsten diakonischen Einrichtungen in Berlin. Es wurde 1858 vom Vater der modernen Diakonie, Johann Hinrich Wichern, gegründet. Das Thema Inklusion steht im Zentrum seines Selbstverständnisses.

Weitere Informationen zur “Schule ohne Grenzen” in Spandau gibt es hier.

Datum: 14. September 2020, Text: red, Bild: Stiftung Evangelisches Johannesstift