Zusammen sind wir Park: Einsatz fürs Berliner Stadtgrün

Startschuss für Initiative „Zusammen sind wir Park“.

Müll, Drogenhandel, verwahloste Ecken: Viele der Parkanlagen und Grünflächen in Berlin laden derzeit nicht gerade zum Verweilen ein. Das soll sich bald ändern. „Zusammen sind wir Park“ heißt eine Senatsinitiative, die sich für Respekt und Wertschätzung im Berliner Stadtgrün einsetzt. „Wir werben für einen respektvollen Umgang mit dem Stadtgrün, für mehr Wertschätzung unserer Parks und Grünanlagen und für ein rücksichtsvolles Miteinander der Besucherinnen und Besucher. Wir wollen mit einem Dialog einen breiten Konsens über den guten Umgang mit dem Stadtgrün herstellen. Denn nur gemeinsam können wir erreichen, dass die Parks und Grünflächen lebenswerte Oasen für alle Berlinerinnen und Berliner bleiben“, erklärt Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne).

Eigenverantwortung zählt

Die Initiative setzt auf einen Dialog mit den unterschiedlichen Nutzern der Grünflächen. Es gehe darum, Konflikte zu benennen, Regeln zu kommunizieren und neu zu beleben sowie Engagement zu fördern. Im Mittelpunkt stünden dabei die fünf Themen Müll, Vandalismus, Rücksichtnahme von Radfahrenden, Lärm/Partys und Hunde. Die Initiative setzt auf die Eigenverantwortung und auf Verhaltensänderungen der Nutzer. Bestehende Regeln sollen wiederbelebt, diskutiert und neu verabredet werden.

Parkfluencer einsetzen

Der Wunsch nach einer solchen Initiative komme aus der Bürgerschaft, heißt es vom Senat. Im Beteiligungsprozess zur Charta für das Berliner Stadtgrün hätten demnach die Berliner den achtlosen Umgang miteinander und mit dem Stadtgrün als ein zentrales Problem benannt. Dies wird nun mit der Initiative „Zusammen sind wir Park“ im Rahmen des Handlungsprogramms Berliner Stadtgrün 2030 aufgegriffen. Dabei soll unter anderem an den Einsatz der Parkläufer in Grünanlagen angeknüpft werden, die seit vergangenem Jahr Besucher bei Regelverstößen ansprechen.

Beides verstärke sich gegenseitig. In diesem und im nächstem Jahr wird die Initiative eine Vielzahl von Dialogangeboten machen: Diese richten sich nicht nur an diejenigen, die andere durch ihr Verhalten beeinträchtigen, sondern positives Verhalten soll bestärkt werden. Zu den Dialogformaten zählen Videoclips von sogenannten „Parkfluencern“, die das Engagement von Bürgern zeigen. Werkstattgespräche und ein dezentraler Park-Tag im nächsten Sommer sind ebenfalls in Planung. Außerdem soll langfristig ein Regel-Booklet entstehen. 

Datum: 13. September 2020, Text: red., Bild: Hans-Christian Plambeck