Vintage-Mode im “Re-Use”-Store bei Karstadt

Nutzlos, aber nicht für andere. Bei Karstadt am Hermannplatz gibt es jetzt einen “Re-Use”-Store. 

Auf der dritten Etage von Karstadt am Hermannplatz eröffnete am Mittwoch, 10. September, das „Kaufhaus der Zukunft“. Dieser auf Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz entstandene „Re-Use-Store“ will Konsum unmittelbar mit Umweltschutz und Abfallvermeidung verknüpfen: Dazu sind fair produzierte Upcycling-Teile aus Berlin im Angebot.

Alles, was das Herz begehrt

„B-Wa(h)renhaus“ heißt die 660 Quadratmeter große Halle, wo Kunden fast alles finden, was sie so brauchen. Von hochwertiger Bekleidung über Hausrat und Möbel bis hin zu Informations- und Kommunikationstechnik. Begleitet wird das Gebrauchtwaren-Angebot von einer Annahme für kleine Reparaturen von IT-Produkten. Zudem besteht die Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen – etwa zur Retouren-Rettung von Textilien und zur Lebensmittel-Rettung. Zusätzlich finden alle 14 Tage donnerstags im Re-Use Forum in der vierten Etage Veranstaltungen statt, die vielfältige Themen in den Fokus stellen- – etwa das Konzept Repair-Café oder das Reparatur-Netzwerk.

Klimaschutz durch sinnvolle Wiederverwendung

Ein halbes Jahr lang werden gut erhaltene Gebrauchtwaren im dritten Stock bei Karstadt am Herrmannplatz angeboten. „Wir wollen Gebrauchtwaren wieder verwenden, dadurch Abfälle vermeiden und das Klima schützen“, sagt Ana Lichtwer, die Vorstandsvorsitzende der Initiative ist. Ziel ist es, das Wiederverwenden von gut erhaltenen Gebrauchtwaren attraktiv zu machen und mit „Re-Use Berlin“ eine Dachmarke zu entwickeln.

Der Gewinner des Ideenwettbewerbs: “B-Wa(h)renhaus”

Der Begriff „B-Wa(h)renhaus“ stamme aus einem Ideenwettbewerb, den Sophie-Bernadette Röder gewonnen habe, so die Senatsverwaltung: „Wer gebrauchten Dingen ein zweites Leben gibt, vermeidet Abfall, spart Rohstoffe und schützt Umwelt und Klima. So schützt und bewahrt man unseren Planeten“, so Tidow. Beteiligt sind unter anderem Zweimalschön Charity Shop Berlin, rack’n white charity club, die NochMall, der ReUse Shop Köpenick, BRAL, UpCycle.Berlin, die BSR, die Berliner Stadtmission, das Veränderungsatelier „Bis es mir vom Leibe fällt“ und das Konsortium Cellomat / Interseroh.

Hintergrund ist ein großes Abfallwirtschaftskonzept

Im März hat der Senat das Abfallwirtschaftskonzept 2020 beschlossen. Ziel ist es, „durch die Wiederverwendung und das Recycling ökologische Stoffkreisläufe aufzubauen“. In Berlin soll es zukünftig dauerhaft drei bis vier „Warenhäuser der Zukunft“ geben, in denen schöne Gebrauchtwaren attraktiv angeboten werden. Die Vision ist, dass gebraucht zu shoppen zum Berliner Lifestyle gehört.

Datum: 11. September, Text: ast, Bild: imago images / Jürgen Ritter