Als Spandau ein Teil von Groß-Berlin wurde

Zitadelle Spandau

Spandau und Berlin: Das ist noch immer ein besonderes Verhältnis. Warum das so ist, zeigt eine neue Ausstellung in der Zitadelle.

Zum Tag des offenen Denkmals wird am 13. September, um 13 Uhr, die  Ausstellung „Jein danke! Spandau und die Gründung von Groß-Berlin 1920 im Stadtgeschichtlichen Museum in der  Zitadelle Spandau, Am Juliusturm  64, eröffnet.

“Die Eingemeindung Spandaus 1920 zu Groß-Berlin war für die Spandauer ein Ereignis, das bis heute – mehr oder weniger scherzhaft – als ,Zwang’, manchmal sogar als ,Enteignung’ bezeichnet wird”, teilt die Museumsleitung mit. Doch warum hat sich Spandau so dagegen gewehrt? Welche anderen Themen waren in den 1920er-Jahren in Spandau wichtig – und wirken manchmal erstaunlich aktuell?

Von der störrischen Stadt zum selbstironischen Teil Berlins

Im Spannungsfeld zwischen Berliner Verwaltung, Spandauer Magistrat und dem Alltag der Bewohner Spandaus werden die Themen Verkehr, Arbeit, Freizeit, Wohnen, Militär und politische Zusammenstöße vorgestellt. “Diese waren prägend für Spandau um 1920 und sind grundlegend für die heutige (Selbst-)Wahrnehmung des Bezirks.” Dabei spiegeln Objekte, Texte und partizipative Möglichkeiten den Wandel von der störrischen Stadt zum selbstironischen Teil Berlins.

Die Schau kann wegen der üblichen Öffnungszeiten der Zitadelle besucht werden: Freitag bis Mittwoch von 10 bis 17 Uhr, am Donnerstag von 13 bis  20 Uhr . Am 13. September, um 13 Uhr, werden zudem öffentliche Führungen über das Gelände der markanten Renaissancefestung angeboten. Die erste Führung beginnt um 11 Uhr.

Weitere Informationen zur neuen Ausstellung und zum Denkmaltag in der ZItadelle Spandau gibt es hier

Datum: 11. September 2020, Text: red, imago images/Jürgen Ritter