Fichten wiegen sich im Wind

Wanderung durch das Revier Albertshof bei Rüdnitz


In unserer Serie stellt Thorsten Wiehle von den Berliner Forsten einige jener 42 Touren vor,
die er im Buch „Auf Försters Wegen. Die schönsten Berliner Waldwanderungen“
beschreibt, das im Berliner via reise verlag erschienen ist.
Folgen Sie ihm diesmal nach Rüdnitz ins Revier Albertshof.



Kartenausschnitt

Mit dem Zug der Regionalbahnlinie 24 (Tarifgebiet C) aus Berlin angereist, verlässt man den Bahnhof Rüdnitz in Fahrtrichtung. Auf der Bahnhofstraße wendet man sich nach Südosten (rechts). Nach etwa 40 Metern geht hinter einer rot-weißen Schranke ein Weg nach Südwesten (rechts) ab. Am Ende eines rechter Hand liegenden Gemüsefeldes führt ein Weg nach Südosten (links) in den Wald. Nun geht es immer geradeaus. Nach etwa 250 Metern wird ein breiter Weg gekreuzt und nach weiteren 750 Metern ist auf der
rechten Seite ein etwa zwei Meter hoher Wall zu sehen. Das ist die ehemalige Bahntrasse nach Albertshof (Feldbahn).

Nördlichster Punkt

Wenig später kreuzt der Weg den ehemaligen Bahndamm und endet nach einigen Metern auf einem anderen breiten Weg. Hat man die Schranke passiert, läuft man weiter nach Nordosten (links). Einen Kilometer weiter erreicht man eine kleine, wenig befahrene Straße. Auf dieser geht es gut 600 Meter entlang nach Süden (rechts), bis man zwischen den Feldern und Wiesen links einen Weg abgehen sieht. Dort wird die Straße verlassen und dem Weg am Waldrand bis zum nördlichsten Punkt der Feldwiese gefolgt.

Hier führt ein Schotterweg nach Osten in den Wald hinein. Vorbei an einer Birkenschonung gelangt man schließlich auf einen querenden Weg, auf dem es weiter nach Nordwesten (links) geht. Dieses Waldgebiet trägt den Namen Danewitzer Fichten und an der nächsten Kreuzung stehen auf der linken Seite einige der großen Namensgeber. Wer den Wald dort genauer betrachtet, kann sehen, wie im Schutz der angrenzenden Kiefern neue Fichten wachsen.

Große Wiese

An der Kreuzung biegt man nach Nordosten (rechts) ab. Mit etwas Glück kann man auf oder neben der Strecke eine Wildschweinsuhle sehen. Am Ende dieses Weges folgt man dem Weg nach links. Nach einiger Zeit (an einer Schranke) öffnet sich der Blick auf eine große Wiese. Am Waldrand entlang nach Nordwesten (geradeaus) verlässt man für kurze Zeit die große Freifläche. Am nächsten Abzweig wandert man in einer lang gezogenen Linkskurve auf einen Weg, der nun am nördlichen Rand der Lichtung entlangführt.

Am Ende, wo der Weg entweder hinaus auf die Freifläche führt oder zurück in den Wald hinein, entscheidet man sich für den Wald. Schon wenige Meter später kommt man Wanderung zu einer kleinen Siedlung. Die Siedlung rechter Hand, geht es nach Südwesten (links) weiter. Der Waldweg biegt bald nach Nordwesten (rechts) ab. Folgt man diesem Weg, läuft man direkt auf eine große Lachtenkiefer zu. An dem zur Harzgewinnung genutzten Baum vorbei, läuft man auf einem schmalen Pfad bis zum nächsten breiteren Weg.

Schnurgerade Strecke

In der Mitte des Pfades befindet sich ein Jagenstein mit der Nummer 22. Hier geht es nach Nordwesten (links) bis zur nächsten Lichtung. Man folgt dem Weg aber nicht über die Lichtung, sondern zweigt kurz davor im spitzen Winkel nach Nordwesten (rechts) ab. Vorbei an einem Ausläufer der Waldsiedlung erreicht man bald eine neue Lichtung. Der Weg geht nach Westen (links) ab und führt nach einem kurzen Stück am Feldrand wieder in Richtung Südwesten in den Wald. Auf der schnurgeraden Strecke findet man nach einigen Metern einen Wegweiser, der unter anderem zum Bahnhof Rüdnitz zeigt.


Lachten

Lachten sind die mit einem Reißhaken zugefügten
Risse in einem Baumstamm, die für die Harzgewinnung
wichtig sind. Wie man dort sehr gut sehen
kann, werden nach dem partiellen Entfernen der
Rinde Rinnen im Fischgrätmuster in das Holz der
Kiefer gerissen. Der Baum produziert nun mehr
Harz, um diese „Wunden“ zu versiegeln. Das Harz
fließt durch die Rinnen in die Mitte der Lachte
und von dort in eine Höhlung. Diese nennt sich
Grandel. Von dort gelangt der Harzbalsam in einen
Auffangbehälter. Aus diesem Harz wurde Terpentinöl
und Kolophonium gewonnen.


Auf Försters Wegen – Die schönsten Berliner Waldwanderungen
14,95 Euro
192 Seiten
via reise verlag
Im Buchhandel erhältlich oder bei
www.viareise.de