Ausstellung in der Zitadelle erinnert an Spandauer Juden

Ausstellung "Unvergessen" in der Zitadelle Spandau

Jugendgeschichtswerkstatt trug Biografien verfolgter und ermordeter Einwohner zusammen.

Die im ZAK- Zentrum für Aktuelle Kunst in der Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 64,  beheimatete Ausstellung „Unvergessen – jüdisches Leben in Spandau” verbindet mehrere Ausstellungsprojekte der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau, die alle gemeinsam mit jungen Spandauern entstanden sind. Das teilt das Bezirksamt mit. 

Mit den Ausstellungen „Das Hannes-Projekt“, „Die jüdische Familie Stein“, „Unvergessen – die Pogromnacht in Spandau vor 80 Jahren“ und der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ des Evangelischen Kirchenkreises Spandau sowie weiteren Materialien aus dem Archiv der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau, die hier erstmalig zu einer großen Schau zusammengeführt wurden, soll das in Erinnerung rufen, was in Berlins westlichstem Bezirk während der Zeit des Nationalsozialismus Alltag war: Ausgrenzung, Entrechtung, Raub, Vertreibung und Flucht, Zwangsarbeit, Deportation und Ermordung. “Dies bestimmte das Leben der jüdischen Familien in Deutschland, in Spandau.”

Buch zur Ausstellung erschienen

Davon erzählen die Biografien vieler Spandauern jüdischen Glaubens in dieser Ausstellung. Diese läuft bis zum 13. Dezember und kann zu folgenden Zeiten besucht werden: Freitag bis Mittwoch von 10 bis 17 Uhr und am Donnerstag von 13 bis 20 Uhr.

Gleichzeitig ist die Dokumentation von dem Projekt und der Ausstellung „Unvergessen – die Pogromnacht in Spandau vor 80 Jahren“, die 2018 stattfand, erschienen. Das Buch ist im Buchshop auf der Zitadelle, in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung in der Carl-Schurz-Straße sowie in der Jugendgeschichtswerkstatt erhältlich. Der Preis beträgt zwölf Euro.

Datum: 5. September 2020, Text: red, Bild: Ofschläger/Jugendgeschichtswerkstatt Spandau