Berlin-Spandau: Neuer Kunstrasenplatz in Staaken eröffnet

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Nach jahrelanger Bauzeit ist die neue Sportanlage am Brunsbütteler Damm endlich fertig.

„Der Weg war zwar etwas länger als gedacht, doch die gemeinsamen Anstrengungen haben sich ausgezahlt“, so Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) bei der offiziellen Eröffnung am Mittwoch.. „Die Fertigstellung des neuen Kunstrasenplatzes auf der Anlage Staaken West ist nicht nur eine freudige Nachricht für die Spandauer Kickers, sondern für die gesamte Sportlandschaft unseres Bezirks.“

Baustadtrat Frank Bewig (CDU) ergänzte: „Im direkten Umfeld der Sportanlage wird es durch den Wohnungsbau einen Bevölkerungszuwachs geben. Dem dadurch steigenden Bedarf an sozialer Infrastruktur haben wir mit dem Bau des Kunstrasenplatzes Rechnung getragen.”  Die angespannte Parkplatzsituation werden durch 50 zusätzliche Stellplätze „merklich entschärft”.

Altlasten und Eidechsen sorgen für Verzögerungen

Ursprünglich sollten auf der Sportanlage am Brunsbütteler Damm 451 zwei neue Kunstrasenplätze inklusive Multifunktionsgebäude und Parkplatz entstehen, heißt es aus dem Bezirksamt. Im Zuge der seit 2015 fortlaufenden Baumaßnahme seien jedoch unvorhergesehen viele Schwierigkeiten auf, sodass letztlich nur ein Platz realisiert werden konnte: So fanden sich etwa auf dem Gelände, das zum ehemaligen Flugplatz Staaken gehört, erhebliche Altlasten, deren fachgerechte Entsorgung gravierende Mehrkosten verursachte.

„Darüber hinaus wurde das Projekt durch den Fund artgeschützter Zauneidechsen ausgebremst, für die der Bezirk Ersatzhabitate schaffen musste”, teilt die Verwaltung mit. Die Umsiedlung der Eidechsen war ebenfalls mit zusätzlichen Kosten verbunden. Weitere Hürden traten bei der Sicherstellung der Stromversorgung für die Trainingsbeleuchtung auf.

Abgeordnetenhaus gibt zusätzliche Mittel frei

Finanziert wurde das Bauvorhaben mit Geldern aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt“ (SIWA). Nach dem Ankauf des Geländes für rund 400.000 Euro flossen in den Jahren 2015 und 2018 weitere 2,95 Millionen Euro an den Bezirk. Um die unvorhergesehenen Mehrausgaben decken und die Maßnahme ausfinanzieren zu könnten, genehmigte der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses schließlich auf Antrag des Bezirks weitere 336.000 aus Euro SIWA-Mitteln.

Datum: 28. August 2020, Text: red/nm, Bild: Bezirksamt Spandau