Berlin-Wilmersdorf: Kleingärtner können aufatmen

Der Senat verzichtet auf eine Bebauung der Kleingarten-Kolonie.

Lange Zeit konnten die Kleingärtner der Kolonie Am Stadtpark I ihre Idylle ohne Störungen genießen. Bis im April der zweite Entwurf des Kleingartenentwicklungsplans veröffentlicht wurde. In diesem wurde der Block 1 mit immerhin 19 Gärten für die Pächter überraschend als Baufläche für eine Schule ausgewiesen. Die Parzellen sollten einem Erweiterungsbau der Wangari-Maathai-Internationalen Schule weichen.

Alternative Lösung

Nun können die Kleingärtner aufatmen, für die geplante Erweiterung soll nach einer alternativen Lösung gesucht werden. „Kleingärten sind wichtige Erholungsorte für jede Stadt – dies gilt umso mehr für wachsende Städte wie Berlin, in denen sich Bevölkerungs- und Schülerzahlen stetig weiterentwickeln. Wir brauchen daher eine sorgfältige Abwägung, die die Bedeutung einer zweiten Internationalen Schule für die Schüler und Schülerinnen in Berlin, aber auch ganz wesentlich das Bedürfnis nach dem Erhalt der Kleingartensiedlung einbezieht“, erklärte Bildungsstaatssekretärin Beate Stoffers (SPD) die Entscheidung des Senats. Gabriele Gutzmann, Vorsitzende der Kleingartenkolonie und Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) zeigten sich erleichtert von der Entscheidung.

„Ich freue mich sehr, dass die Senatsbildungsverwaltung nach einer anderen Möglichkeit für einen Erweiterungsbau der Wangari-Maathai-Schule sucht“, sagt Naumann. Er halte die Erweiterung der Schule für sehr wichtig. „Aber auch der Erhalt der Kleingarten-Kolonie Am Stadtpark I, die sich seit Jahren immer wieder mit Aktionen für Menschen aus der Nachbarschaft öffnet, liegt mir sehr am Herzen.“ Auch die Pächter der Kleingarten-Kolonie hoffen nun auf eine gute Lösung zur Vergrößerung der Schule, freuen sich aber vor allem über die Rettung ihres Block 1. 

Datum: 23. August 2020, Text: kr, Bild: imago images/F. Berger