Kunst und Kultur trotz Corona: Berlin-Marienfelde feiert 800 Jahre

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Mit der Eröffnung des Kunstprojektes „Marienfelde goes Street Art“ startet am 22. August das Veranstaltungsprogramm zum 800. Geburtstag des Ortsteils von Tempelhof-Schöneberg.

Haushohe Fotos und Collagen an Gebäudefassaden – “es ist ein Projekt, das es so in Berlin noch nie gegeben hat”, so das Bezirksamt Tempelhof-Schönebrg. Das Künstlerduo Maria Vill und David Mannstein zeigt Bilder aus der 800-jährigen Geschichte Marienfeldes und spannt gleichzeitig einen Bogen zur Gegenwart. Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte, und fast alle spielen in Marienfelde: Da ist die Familie, die aus der DDR geflohen ist und eine Unterkunft im Notaufnahmelager findet.

“Die Geschichte hört nicht auf, sondern wir sind heute Teil der Geschichte”, sagt Maria Vill, die mit David Mannstein seit 2005 in dem Ortsteil lebt. “Mit unserem Projekt regen wir die Betrachter an, unser Lebensumfeld vertieft wahrzunehmen.” Die meisten der entsprechenden Paste Ups sind entlang der Marienfelder Allee zu finden. Weitere Informationen gibt es hier

Programm läuft bis Ende November

Wegen der Corona-Pandemie findet das Programm zu “800 Jahre Marienfelde” mit zahlreichen Beschränkungen und in kleinerem Rahmen statt als ursprünglich gedacht. Dennoch ist einiges los: Bis Ende November werden Lesungen, Konzerte, Führungen, Spaziergänge und Vorträge geboten. Am 26. August, um 18 Uhr, befasst sich der Vortrag von Naturranger Björn Lindner mit der biologischen Vielfalt im Landschaftspark Marienfelde. Ort des Geschehens ist die Terrasse der Stadtteilbibliothek Marienfelde, Marienfelder Allee 107/109.

Am 28. August, um 20 Uhr, liest die Berliner Schriftstellerin Julia Franck am gleichen Ort aus ihrem autobiografisch gefärbtem Roman “Lagerfeuer”. In beiden Fällen wird um eine Anmeldung gebeten:

(030) 902 77 41 44
stabi-marienfelde@ba-ts.berlin.de

Älteste Dorfkirche Berlins

“Vermutlich gründeten Ritter des geistlichen Templerordens vor etwa 800 Jahren das Dorf Marienfelde und ließen die Feldsteinkirche am heutigen Dorfanger erbauen”, so das Bezirksamt zu den Ursprüngen Marienfeldes. Das bis heute erhaltene Gotteshaus gilt als die älteste – durchgehend als solche genutzte – Dorfkirche Berlins.

Weitere Information zum Festprogramm sind hier zu finden.

Datum: 21. August 2020, Text: nm/red, Bild: imago images/Schöning