Berlin-Neukölln: Autos sollen raus aus Rixdorf

Richardplatz

Die Verkehrsberuhigung geht weiter: Am Richardplatz in Rixdorf starteten Bauarbeiten.

Vor zwei Jahren hat das Bezirksamt Neukölln gemeinsam mit Anwohnenden im historischen Rixdorf ein Konzept zur Verkehrsberuhigung im Kiez erarbeitet. Seit dieser Woche werden weitere Elemente zur Verkehrsberuhigung umgesetzt. Das teilt das Bezirksamt mit.

Zunächst wird am Richardplatz das vorhandene Pflaster gegen historisches Großsteinpflaster im Bereich der Rixdorfer Schmiede ausgetauscht. Gleichzeitig werden zur Verkehrsberuhigung zwei „Rixdorfer Kissen“ in der Straße eingebaut. Dabei handelt es sich um eine Aufpflasterung, die zum Abbremsen zwingt. Die bestehende Mittelinsel zwischen den beiden Platzhälften wird durch eine plateauartige Aufpflasterung ersetzt.

Mehr Lebensqualität

Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD): „Auch der historische Kern von Neukölln ist jahrzehntelang durch die Windschutzscheibe geplant worden. Wir holen nach und nach den Durchgangsverkehr aus den Wohnkiezen raus.“

Im Kreuzungsbereich Böhmische Straße/ Herzbergstraße werden Gehwegvorstreckungen in Kombination mit „Rixdorfer Kissen“ gebaut, um besonders für Fußgänger und Radfahrer die Kreuzung sicherer zu machen. Für mehr Sicherheit auf dem Schulweg werden auch vor der Richard-Grundschule zwei Rixdorfer Kissen in die Straße eingelassen. Die Baumaßnahmen werden etwa drei Monate dauern. Im Zuge der Arbeiten wird es zu Verkehrseinschränkungen kommen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 260.000 Euro.

Böhmischer Platz gesperrt

Mehrere der mit den Anwohnenden verabredeten Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Dazu gehört die Sperrung des Böhmischen Platzes sowie die Sanierung der Braunschweiger Straße mit veränderter Verkehrsführung und Diagonalsperren, um den Durchfahrtsverkehr zu reduzieren. 

Datum: 20. August 2020, Text: red, Bild: imago images/Jürgen Ritter