Berlin-Reinickendorf: Chaos am Flughafensee

Falschparker am Flughafensee

Voller Strand und Falschparker: Polizei und Ordnungsamt stehen am Flughafensee vor großen Herausforderungen.

Wie auch viele andere Berliner Gewässer ist der Flughafensee in Zeiten von Hitze, abgesagten Urlaubsreisen und Corona-Beschränkungen in Freibädern umso mehr ein beliebtes Ausflugsziel. Das bringt gerade an den Wochenenden etliche Probleme mit sich.

„Der Flughafensee und das ihn umgebende Landschaftsschutzgebiet versanken in den vergangenen Sommertagen teilweise im Chaos“, berichtet Felix Schönebeck vom Verein „I Love Tegel“. Tausende Menschen hätten sich dicht gedrängt am Strand aufgehalten und die BSR habe alle Hände voll zu tun gehabt, obwohl es zahlreiche Mülleimer auf dem gesamten Areal gebe. Zahlreiche Autos wurden trotz hoher Waldbrandgefahr und Verbotsschildern im Landschaftsschutzgebiet abgestellt. Vielerorts versperrten sie die Feuerwehrzufahrt und die Rettungswege. In der angrenzenden Siedlung Waldidyll mit ihren engen Straßen und sehr begrenztem Parkraum brach zeitweise der Verkehr zusammen.

Aufgeladene Stimmung

„So voll war es am Flughafensee noch nie“, so der Reinickendorfer Ordnungsstadtrat Sebastian Maack (AfD) mit Blick auf die bisherigen August-Wochenenden. „Am Strand war die Stimmung aufgeladen, Ordnungskräfte wurden angegriffen und forderten Verstärkung an.“ Trauriger Höhepunkt: Am 8. August wurde ein Mädchen im laufenden Badebetrieb vergewaltigt. Es habe aber auch viele weitere Straftaten am Strand gegeben.

Damit sich das Chaos nicht wiederholt, fand am vergangenen Wochenende ein gemeinsamer Einsatz von Polizei und Ordnungsamt statt. Die Polizei schloss die Schranken in der Sterkrader Straße und Kamener Weg und kontrollierte bei der Zufahrt im Bochholter Weg, ob die einfahrenden Autos Anwohner oder Anlieger waren. Am Strand waren kombinierte Streifen aus Ordnungsamt und Polizei unterwegs. 

Datum: 18. August 2020, Text: red/nm, Bild: NABU/BI Flughafensee