Immer den Zugvögeln nach

Spaziergang im Naturschutzgebiet Karower Teiche


In unserer neuen Serie stellt Thorsten Wiehle von den Berliner Forsten einige jener 42 Touren vor,
die er im Buch „Auf Försters Wegen. Die schönsten Berliner Waldwanderungen“ beschreibt.
Folgen Sie ihm diesmal zu den Karower Teichen.


Die etwa 130 Hektar große Fläche der Karower Teiche liegt im Nordosten Berlins und ist über die S-Bahn-Station Karow oder über die Autobahn 114 Abfahrt Bucher Straße leicht zu erreichen. Das 1994 zum Naturschutzgebiet erklärte Gelände ist idealer Rastplatz für Zugvögel und Kinderstube für über 60 Vogelarten. Die Teiche entstanden zum Ende des 19. Jahrhunderts durch Torfstechen und wurden dann für die Fischzucht ausgebaut.

Vom S-Bahnhof Karow erreicht man über die Pankgrafenstraße nach circa 600 Metern die Bachsenke der Panke. In nordöstlicher Richtung (nach rechts) gelangt man auf dem Pankeweg nach 500 Metern an den Abzweig in das Gebiet der Karower Teiche. Dieser Abzweig nach Nordwesten (links) befindet sich an einem aus roten Klinkern gemauerten Bacheinlauf.

Gute Aussicht

Schon nach wenigen Metern öffnet sich die Landschaft und man schaut auf die Gänsewiesen. Die Freiflächen werden von Zugvögeln auf ihren langen Reisen als Rastplatz genutzt. Um den Vögeln eine ungestörte Ruhepause zu gönnen, wurden diese Wiesen eingezäunt. Vorbei an einer Informationstafel gelangt man auf diesem Weg in das Herzstück der Teiche. Südlich (links) des Weges befindet sich der stark zugewachsene Schilfteich und nördlich (rechts) der Ententeich. An der nordwestlichsten Ausdehnung dieser beiden Teiche befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus man einen freien Blick auf die Teiche hat. Es lohnt sich, ein gutes Fernglas dabeizuhaben.

Nach einer ausgiebigen Pause folgt man dem Weg weiter vorbei an den Weiden- und Inselteichen. Der Weidenteich erstreckt sich südlich (links) des Weges und der Inselteich nördlich (rechts). Der Wanderweg knickt erst nach Süden (links) ab, um wenige Meter weiter wieder nach Westen (rechts) abzuzweigen. Auf der rechten Seite befindet sich erneut ein eingezäuntes Gelände, das circa 20 Meter vor der Bucher Straße aufhört.

Kleine Holzbrücke

Dort, wo der Wanderweg auf die Bucher Straße trifft, ist auch ein Parkplatz zu finden, von wo aus die Besucher starten, die mit eigenem Fahrzeug anreisen. Der Wanderweg geht weiter entlang des Zaunes nun in nördliche Richtung. Unterhalb der Bucher Straße vereinigt sich nach einiger Zeit der Dörferweg mit diesem Weg. Immer weiter nach Norden gelangt man auf eine kleine Holzbrücke, die über den Lietzengraben führt.

Kurz danach führt der Weg in einem Rechtsbogen nach Osten, ein kurzes Stück neben der Autobahn A 10, bis man nach circa 250 Metern schon wieder den Weg verlässt. Man folgt dem Dörferweg nach Südosten (rechts), bis man erneut an einer Kreuzung auf die Panke trifft. An dieser Kreuzung führt der nördliche (linke) Weg über die Autobahn heraus aus dem Gebiet der Berliner Forsten zum S-Bahnhof Buch (circa zehn Minuten Fußweg).

Bekannte Wege

Auf dem Weg über die Brücke erreicht man den Schönerlinder Weg in Karow-Nord und nach Süden (rechts) vorbei an der Schranke geht die Wanderung entlang der Panke weiter. Auf dem Pankeweg überquert man erneut den Lietzengraben. Von der kleinen Brücke ist die Mündung des Lietzengrabens in die Panke gut zu sehen. Diesem Weg weiter folgend erreicht der Wanderer nach einiger Zeit die Stelle, an der er das Gebiet der Karower Teiche betreten hat.

Diejenigen, die ihr Fahrzeug auf dem Parkplatz an der Bucher Straße abgestellt haben, zweigen in den nach Westen (rechts) verlaufenden Weg ab. Die weitere Beschreibung zurück zum Parkplatz ist identisch mit der Wegbeschreibung zu Beginn der Tour. Der Rückweg zur S-Bahn verläuft nun auf dem bekannten Hinweg: Weiter entlang an der Panke nach Südwesten bis zur Pankgrafenstraße und von dort nach Osten (links) bis zum S-Bahnhof Karow.


Auf Försters Wegen – Die schönsten Berliner Waldwanderungen
14,95 Euro
192 Seiten
via reise verlag
Im Buchhandel erhältlich oder bei
www.viareise.de