Berlins Veranstaltungsbranche geht auf die Straße

Veranstalter, Spielstätten und Messebauer wollen noch einmal auf ihre prekäre Lage in Zeiten von Corona aufmerksam machen.

Zum nunmehr vierten Mal bringt die Veranstaltungsbranche ihre Anliegen lautstark auf die Straßen Berlins. Mit einem Protestmarsch am 14. August wollen die Berliner Spielstätten, Veranstalter, Clubs und Bühnen- sowie Messebauer noch einmal auf ihre prekäre Lage und den eklatanten Mangel an Perspektiven hinweisen. „Es geht bei uns nicht um ein paar Prozent Einbußen wie in anderen Branchen.

Viele Ideen für einen Ausweg aus der Krise

Es geht bei uns darum, dass wir null Einnahmen haben, seit Monaten. Wir können nicht arbeiten und es ist auch nicht absehbar, wann wir wieder arbeiten können“, sagte Marcus Pohl von der Interessengemeinschaft der selbstständigen DienstlerInnen in der Veranstaltungsbranche bei der letzten Demo der Veranstaltungsbranche. Vorschläge für mögliche Auswege gebe aus ihren Reihen zuhauf, so Pohl. Diese würden sie nun gerne auch den verantwortlichen Politikern präsentieren. 

Bundesweit einheitlicher Re-Start gefordert

Im Fokus ihrer Forderungen an die Politik: Ein schneller und bundesweit einheitlicher Re-Start für die Branche sowie Gleichberechtigung mit subventionierten Spielstätten und anderen Wirtschaftssektoren. Außerdem müssten zusätzliche finanzielle Hilfen und Verlustausgleich für alle Betroffenen auf Basis des Vorjahresumsatzes geschaffen werden. Sinnvoll wäre ihrer Meinung nach auch eine stufenweise Erhöhung der Publikumskapazitäten noch in diesem Jahr. Personalisierte Tickets und nicht zuletzt die Corona-App sollen dann für die Nachverfolgbarkeit eventueller Infektionsketten sorgen.

Der Protestmarsch beginnt um 15 Uhr am S-Bahnhof Landsberger Allee und endet gegen 19.30 Uhr am Mercedes Platz, wo eine Kundgebung stattfinden wird. Teilnehmer werden gebeten, sich an den Mindestabstand zu halten und dort, wo dieser nicht gewährleistet werden kann, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Datum: 10. August 2020, Text: kr, Bild: imago images/Stefan Zeitz