Berlin-Schöneweide: Platz für 10.000 Beschäftigte

Der Lehrbetrieb der Hochschule für Technik und Wirtschaft wird in das Milliarden-Projekt in den Rathenau-Hallen in Oberschöneweide eingebunden.

Die Deutsche Immobilien Entwicklungs AG (DIE) drückt bei der Entwicklung ihres aktuellen Großprojektes am Behrens-Ufer aufs Tempo. Das insgesamt rund 100.000 Quadratmeter große ehemalige Industriegelände wird in den kommenden Jahren völlig neu entwickelt. Mit Platz für rund 10.000 Beschäftigte soll hier mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Milliarden eines der aktuell größten Projekte der Hauptstadt mit einer vermietbaren Fläche in einer Größenordnung von über 270.000 Quadratmetern entstehen.

Mit langer Tradition

Das Gelände entlang der Spree wurde von der DIE AG im Mai 2019 angekauft. Prägend ist der vor mehr als 100 Jahren von AEG-Ur-Gestein Walter Rathenau beauftragte und von dem Architekten Peter Behrens ausgeführte Behrensbau mit seinem markanten Turm. Der Bau soll als Wahrzeichen erhalten werden. Hier wurden ab 1917 von der AEG die ersten Elektrofahrzeuge entwickelt und gebaut. Zu DDR-Zeiten entstanden weitere Gebäude, um Produktionsstätten für Fernseh-Röhren zu schaffen.

Nach der Wende produzierte Samsung auf dem Gelände Fernsehgeräte. Seit 2005 steht das Areal teilweise leer. Es dient in Teilen als Industriemuseum und beherbergt Einrichtungen der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) sowie einige Zwischennutzer. Die denkmalgeschützten Gebäude des Areals sollen erhalten und behutsam entwickelt werden. „Wir entwickeln moderne Arbeitswelten auch in Forschungsbereichen wie Elektromobilität, Industrie 4.0, Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz“, betont Thomas A. Mohr, Vorstand der DIE AG.

Forschung inklusive

So entstehe nun gemeinsam mit den benachbarten wissenschaftlichen Einrichtungen ein Innovationscluster, das in Berlin aufhorchen lassen werde. Angestrebt wird ein Teileinzug der benachbarten HTW. Um eine abwechslungsreiche und heterogene Bebauung zu realisieren, soll die Vergabe zur Planung der einzelnen Neu- und Umbauten an mehrere Architekturbüros erfolgen.

Datum: 3. August 2020, Text: red, BIld: Bild: DIE AG