Berlin-Lichtenberg: Kaufhof im Ring-Center ist gerettet

Kaufhof Ringcenter

Vermieter des Ring-Centers macht Zugeständnisse. Verkauf in der Lichtenberger Filiale kann weitergehen. 

Die Filiale des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof im Lichtenberger Ring-Center ist offenbar gerettet. Das teilte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende des Konzerns, Jürgen Ettl, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Durch Zugeständnisse des Vermieters sei eine Schließung am Standort an der Frankfurter Allee abgewendet worden, so Ettl. Auch die Schließung weiterer Warenhäuser in Hamburg, Bielefeld, Leonberg, Nürnberg-Langwasser und Singen seien vom Tisch.

Hunderte Arbeitsplätze bundesweit gerettet

Die Zahl der insgesamt von der Schließung bedrohten Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof sinkt damit diesen Angaben zufolge deutschlandweit von 62 auf 50. Damit könnten bundesweit bis zu 500 Arbeitsplätze gerettet werden. Ettl unterstrich seine Hoffnung, noch weitere Filialen vor der Schließung retten zu können. Aufgeben sei keine Option, so Ettl.

Die Mitarbeiter sowie Initiativen verschiedener politischer Parteien hatten immer wieder für den Erhalt auch der zwei  Standorte in Lichtenberg demonstriert. Im Hohenschönhausener Linden-Center ist derzeit eine weitere Filiale von der Schließung bedroht.

“Ein wichtiger Zwischenerfolg. Ich hoffe,es gelingt weitere Filialen von der Schließungsliste zu bekommen Besonders der Kaufhof im Lindencenter”, teilte Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) auf den Sozialen Netzwerken mit.

Noch fünf weitere Filialen auf der Kippe

Insgesamt sahen die Planungen die Schließung von sechs der 13 Berliner Niederlassungen vor. Betroffen sind nun weiterhin die Warenhäuser in den Neuköllner Gropius-Passagen, an der Weddinger Müllerstraße, im Linden-Center Hohenschönhausen, am Tempelhofer Damm und in der Wilmersdorfer Straße. Auch der geplante Bau eines neuen Kaufhausstandorts in Tegel ist vorerst vom Tisch. Unklar ist auch noch, was mit Karstadt Sport im ehemaligen Bilka-Haus an der Ecke Kant- und Joachimsthaler Straße geschehen wird. Das Berliner Abendblatt berichtete.

Datum 17. Juil 2020, Text: red/ ylla, Bild: imago images / Schöning