Berlin-Lichtenberg: 1.000 Wohnungen für Karlshorst

Parkstadt Karlshorst

Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für 2022 geplant.

Auf einer zwölf Hektar großen Industriebrache am Lichtenberger Blockdammweg entsteht in den kommenden Jahren ein Quartier mit rund 1.000 Miet- und Eigentumswohnungen, einer großen Kita, einer dreizügigen Grundschule, einem Nahversorgungszentrum sowie 18.000 Quadratmetern Grün- und Spielfläche.

„Die Parkstadt Karlshorst schafft nicht nur sozialen Wohnraum, sondern auch wichtige Infrastruktur für die wachsende Bevölkerung von Lichtenberg“, sagt Andreas Geisel (SPD), Berlins Innensenator und Vertreter des Wahlkreises Karlshorst im Abgeordnetenhaus.

Ausgewogen soziale Mischung soll entstehen

Die Parkstadt Karlshorst setzt sich aus zehn Bauabschnitten zusammen, die durch eine Magistrale mittig geteilt werden. Direkt am Blockdammweg wird ein Nahversorgungszentrum samt Kita für 130 Kinder entstehen. Daneben plant der Senat den Neubau einer dreizügigen Schule. In den dahinterliegenden Wohnblöcken wird das deutsch-schwedische Unternehmen Bonava insgesamt 252 mietpreis- und belegungsgebundene Wohnungen, 218 freifinanzierte Mietwohnungen und 504 Eigentumswohnungen errichten.

„Schon in gut einem Jahr werden die ersten Bewohner einziehen können“, kündigte Bonava-Geschäftsführerin Sabine Helterhoff zur Grundsteinlegung in der vergangenen Woche an. Lichtenberg sei beliebt wie nie und brauche dringend neuen Wohnraum. Während die Baugenehmigung für die ersten 537 Wohnungen vorliegt, steht ein Termin für den Baustart der dringend benötigten Schule hingegen noch nicht fest.

Baustart für Schule noch nicht in Planung

Ein Umstand, den die Fraktion der Linken im Lichtenberger Bezirksamt noch kritisch sieht: „Wir haben im November dem Vorhaben in der Gewissheit zugestimmt, dass mit den Wohnungen, darunter 50 Prozent hochpreisige Eigentumswohnungen, auch die dringend benötigte Schule gebaut wird”, erklärte der Fraktionsvorsitzende Norman Wolf. Derzeit sei noch nicht einmal die Grundstücksübertragung für den Schulbau an den Senat erfolgt.

 

Datum 4. Juli 2020, Text: red/ylla, Bild: Bonava