Corona-Ausbruch in Neukölln: Hilfsaktion für Bewohner angelaufen

Harzer Straße Neukölln

Nach dem Corona-Ausbruch im Harzer Kiez in Neukölln hat das Bezirksamt mit einigen Partnern die Versorgung der Bewohner übernommen.

Dazu gehört insbesondere die Belieferung der unter Quarantäne lebenden Menschen mit Grundnahrungsmitteln. Diese erfolgt durch die Unterstützung des Technischen Hilfswerks. Mit einer Supermarktkette, dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz wurde eine gemeinsame Logistikstruktur aufgebaut. Besondere Bedarfe wie Hygieneartikel, Babynahrung und -bedarf oder Medikamente werden durch bis zu 30 ehrenamtliche Unterstützer abgedeckt.

Darüber hinaus seien Sozialarbeiter sowie Sprachmittler für die verschiedenen Muttersprachen vor Ort im Einsatz, heißt es aus dem Bezirksamt. Sie erläutern die Maßnahmen der Quarantäne, kümmern sich um Bedürfnisse der Bewohner und stellen, soweit nötig, Kontakt zu weiteren Behörden her. Auch die Neuköllner Stadtteilmütter sowie die Integrationslotsen sind in den Häusern im Einsatz.

Krisenstab eingerichtet

Das Bezirksamt Neukölln hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage der betroffenen Personen in den einzelnen Wohnhäusern laufend bewertet und die Versorgung und Betreuung organisiert.

Seit dem 13. Juni befinden sich im Bereich Harzer Straße/ Treptower Straße 369 Haushalte in Quarantäne. 106 Menschen wurden bis zum Dienstag positiv auf Corona getestet, darunter sind 45 Kinder unter 18 Jahren, so das Bezirksamt.

Datum: 24. Juni 2020, Text. Redaktion, Bild: imago images/Steinach