Ausstellung an der Gedenkstätte: Vom Mauerfall bis zu Corona

Sonderausstellung an der Bernauer Straße dokumentiert den Abbau der Berliner Mauer.

Die Mauer musste weg. Und am 13. Juni 1990 war es endlich so weit. An der Bernauer Straße begannen damals die Abrissarbeiten an der Berliner Mauer. Heute, 30 Jahre später, erinnert eine neue Ausstellung an dieser Stelle an den denkwürdigen Tag. „Dieser historische Einschnitt bildet die Grundlage für die Ausstellung, die zahlreiche Fotos zeigt und den Blick auf Europas Grenzen vom Mauerfall bis in die vom Coronavirus gezeichnete Gegenwart lenkt“, heißt es von der Gedenkstätte Berliner Mauer, den Schauinitiatoren.

Open-Air-Ausstellung

Bis zum 8. November haben nun Berlin-Besucher und Berliner die Gelegenheit, sich bei der Open-Air-Ausstellung mit der Geschichte ihrer Stadt und der Bernauer Straße in europäischer Perspektive auseinanderzusetzen. „Mit dem Abbau des Eisernen Vorhangs entstanden große Hoffnungen auf ein einiges, wohlhabendes und grenzenloses Europa. Diese Erwartungen erfüllten sich nur zum Teil. Zwar verschwanden die Systemgrenzen des Kalten Krieges, doch seit einigen Jahren erleben wir die Rückkehr der Zäune. Neue Grenzanlagen sichern die Außengrenzen, an der Grenze im Mittelmeer sterben Flüchtlinge und in Zeiten der Pandemie entstehen ebenfalls neue Begrenzungen.“

Weiterhin keine Führungen

Die Ausstellung will deshalb den Bogen bis in die Gegenwart spannen und fragt nach Europas heutigen Werten. Sie ist laut Gedenkstätte Berliner Mauer so konzipiert, dass sie trotz der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie gut besucht werden kann. Das Außengelände ist weiterhin uneingeschränkt zugänglich, seit dem 5. Juni hat außerdem das Dokumentationszentrum wieder geöffnet. Noch immer finden aber keine Führungen oder Veranstaltungen statt. Weitere Infos online

Datum: 20. Juni 2020, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago images/Jürgen Ritter