Berlin-Westend: Anwohner kritisieren neuen Plan für Dreieck Funkturm

Autobahndreieck Funkturm

Wegen des anstehenden Umbaus des Autobahndreiecks Funkturm gibt es wieder mal Ärger: Während die Siedlung Eichkamp durch die Neuplanung entlastet wird, fürchtet die Initiative Alt-Westend mehr Verkehr im Kiez.

Nach viel Kritik von Anwohnern des Bereichs Eichkamp sowie von Vereinen und Verwaltung hatte die Planungsgesellschaft Deges im vergangenen Monat eine neue Variante für die Sanierung des vielbefahrenen Knotenpunktes erarbeitet. 2023 sollen die Arbeiten starten. „Der neue Umbau-Vorschlag entlastet erfreulicherweise die Siedlung Eichkamp, verlagert aber zusätzlichen Verkehr in den eng bebauten Klausenerplatz-Kiez und Alt-Westend an der Ausfahrt Kaiserdamm“, so der Abgeordnete Daniel Buchholz (SPD). Ein Gesamtkunstwerk seien die Deges-Vorschläge noch nicht.

Abfahrt geschlossen

Und das ist laut Deges konkret vorgesehen: Die Anschlussstelle Messedamm soll verlegt werden. Vom Messedamm aus soll sie zunächst die A115 unterqueren und dann von Süden kommend über eine Brücke an die Autobahn anschließen. Der Verkehr verliefe dann östlich neben und unter der Autobahn hindurch. Zudem sollen die Zu- und Abfahrt der A 100 von der Jafféstraße bis hin zum Spandauer Damm geschlossen werden. Anwohner in Alt-Westend müssen laut Deges mit 600 bis 700 Fahrzeugen mehr pro Tag rechnen. An der Jafféstraße wären es nach der neuen Variante hingegen 5.000 Fahrzeuge weniger.

Genau diese Mehrbelastung kritisiert die Nachbarschaftsinitiative Alt-Westend und verweist besonders auf das Gebiet rund um die Reichs- und Knobelsdorffstraße. Die Gruppe fordert, die Zu- und Abfahrten Messedamm/Halenseestraße entgegen den Planungen offenzuhalten. 

Datum: 18. Juni 2020, Text: Redaktion, Bild: imago images/Raimund Müller