Steglitz-Zehlendorf: Wie die Liebermann-Villa zum Museum wurde

LIebermann-Villa am Wannsee

Die Liebermann-Villa am Wannsee gilt als ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Natur und Kunst. Das war nicht immer so.

Viele Jahre der Fremdnutzung hatten deutliche Spuren im ehemaligen Sommerhaus des Malers Max Liebermann (1847-1935) hinterlassen. 1995 gründete sich die Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin mit dem Ziel, das einstige Künstlerrefugium als einzigen verbliebenen authentischen Ort von Liebermanns Leben und Wirken wiederherzustellen.

„Die Rekonstruktion des Gartens, der denkmalgerechte Umbau der Villa sowie die Eröffnung als Museum 2006 wären ohne die Gesellschaft und das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder nicht möglich gewesen“, teilt die Museumsleitung mit. Zum 25. Jubiläum der Max-Liebermann-Gesellschaft zeigt eine Ausstellung in der Liebermann-Villa die Geschichte der Museumswerdung. Obwohl bereits 1997 ein Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses erreicht wurde, die Liebermann-Villa in ein Museum umzuwandeln, dauerte es fünf Jahre, bis das Haus übernommen und mit der Rekonstruktion begonnen werden konnte.

Unterschiedlich genutzt

Da Villa und Garten nach dem Tod Max Liebermanns aufgrund unterschiedlicher Nutzungen umgebaut und teilweise zerstört wurden, waren umfangreiche Maßnahmen notwendig, um das Ensemble wieder in den Originalzustand zu versetzen.

Die bis zum 21. September angesetzte Ausstellung beleuchtet wichtige Meilensteine der Wiederherstellung von Haus und Garten, lässt Beteiligte zu Wort kommen und resümiert Veranstaltungshöhepunkte und Ausstellungserfolge, jedoch ohne den Blick in die Zukunft zu vernachlässigen.

Weitere Informationen zur Liebermann-Villa gibt es hier:
(030) 80 58 59 00
www.liebermann-villa.de

Datum: 8. Juni 2020. Text: Redaktion. Bild: imago images/Rainer Zensen