Berlin-Adlershof: Baustart für Berlins “klügste Tram”

Transtrecke in Adlershof

Das Projekt „Adlershof II“ wird die Straßenbahnlinien Linien M17, 61 und 63 ab dem kommenden Jahr bis zum Bahnhof Schöneweide fortführen.

Obwohl die Technik seit Jahrzehnten im Grunde unverändert bleibt, spielen Straßenbahnen im modernen Berliner Verkehrs-Mix  einen besonders smarten Part. Straßenbahnen bieten viel Platz für Fahrgäste, sind ebenerdig nutzbar und der Bau und Betrieb der Gleise ist preiswerter und einfacher realisierbar als bei S- und U-Bahnen. Am Montag  fiel der Startschuss für ein neues Tram-Projekt der BVG.

Lückenschluss anvisiert

Zum Baustart „der klügsten Tram Berlins“ hat man sich jetzt eine Streckenverlängerung durch Adlershof vorgenommen. Die neue Trasse startet als Verlängerung der bestehenden Straßenbahnlinie ab der Karl-Ziegler-Straße und wird über den Groß-Berliner Damm und den Sterndamm zum Bahnhof Schöneweide durch ein Einzugsgebiet führen, in dem mehr als 25.000 Menschen leben und arbeiten, vorzugsweise im Bereich Technologie und Wissenschaft.

2,7 Kilometer lang soll die Strecke größtenteils separat vom Autoverkehr geführt werden und über fünf barrierefreie Haltestellen verfügen. Mit  Investitionen in Höhe von knapp 12,6 Millionen Euro soll dieser Lückenschluss bis zum Herbst 2021 fertiggestellt werden. Dann sollen die Tram-Linien M17, 61 und 63 täglich bis zu 12.700 Fahrgäste befördern können.

Zahlreiche Anbindungen

Diese Neubaustrecke soll eine attraktive Erschließung des Entwicklungsgebiets Johannisthal mit dem Technologiepark Adlershof, einschließlich der sich neu entwickelnden Gebiete entlang des Groß-Berliner Damms, ermöglichen. Außerdem wird eine direkte Anbindung an den Regional- und S-Bahnhof Schöneweide entstehen. Über die Verknüpfung mit dem ersten, bereits im Jahr 2011 fertiggestellten Bauabschnitt soll am S-Bahnhof Adlershof eine optimale Umsteigeverbindung zum Flughafen BER ermöglicht werden.

Die Neubaustrecke soll zudem schnelle und direkte Verbindungen zwischen dem Entwicklungsgebiet Johannisthal mit dem bezirklichen Oberzentrum Köpenick sowie der Nord-Süd-Tangente nach Karlshorst, Lichtenberg und Hohenschönhausen anbieten.

Datum: 19. Mai 2020, Text: Redaktion, Bild: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz