Berlin-Friedrichshagen: Unterstützung für Traditionsorte

Wasserwerk Friedrichshagen

Bundestag beschließt Investitionen über zwei Millionen Euro für Wasserwerk und Bootshaus in Friedrichshagen.

Gute Nachrichten für Friedrichshagen: 450.000 Euro werden jetzt aus Bundesmitteln für die Sanierung und Sicherung des historischen Wasserwerks und weitere 1,5 Millionen Euro für das Bootshaus des Friedrichshagener Rudervereins fließen.

Industriedenkmal mit Museum.

Das Wasserwerk, das zu den ersten drei Anlagen dieser Art gehört, die in Berlin gebaut wurden, ist im neugotischen Stil gestaltet und benötigt eine denkmalgerechte Sanierung. Diese Kosten werden in Teilen aus dem Bundeshaushalt für das laufende Jahr stammen. Momentan sind in den Schöpfhäusern des Wasserwerkes ein Museum und ein Archiv untergebracht, die durch die Renovierung weiter ausgebaut werden sollen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf zwei Millionen Euro.

Mit langer Tradition in Friedrichshagen

Von den Beschlüssen des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags profitiert auch das Bootshaus des Friedrichshagener Rudervereins. Als fast einzigartiges Beispiel der Bootshäuser aus dem frühen 20. Jahrhundert, das vergleichsweise gut erhalten ist, bedarf es nun einer Sanierung. Seit 1912 wird das Bootshaus für den Rudersport genutzt. Nach der Sanierung sollen hier auch weitere Angebote für Menschen mit Behinderungen, wie zum Beispiel für sehbehinderte Menschen, geschaffen werden.

„Die Entscheidung, die Restaurierung des Bootshauses zu fördern, drückt auch eine große Wertschätzung gegenüber der langjährigen Wassersport-Tradition im Bezirk aus. Mehr als 125 Jahre ist der Verein bereits am Standort tätig und leistet hier eine unschätzbare Jugendarbeit – und nun endlich kann auch das traditionsreiche Gebäude umfassend und denkmalgerecht hergerichtet werden“, kommentierte Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) die gute Nachricht für den Stadtteil und seine Anwohner.

17. Mai 2020, Text: Redaktion, Maschinenhaus B