Yadegar Asisis „Die Mauer“: Leben mit dem Todesstreifen

Wir verlosen Karten für das Asisi-Panorama am Checkpoint Charlie. 

Die Zwangspause ist vorbei: Seit dem 4. Mai hat das Asisi Panorama an der Friedrichstraße 205 wieder für Besucher geöffnet. Die Reflektion über das Lebensgefühl und den Alltag in den 1980er-Jahren im Schatten der Berliner Mauer waren Yadegar Asisis Motivation für das Panorama am Checkpoint Charlie mit dem Namen „Die Mauer“. Die Teilung war damals bereits normal geworden, man hatte sich mit dem Zustand arrangiert. In seinem Werk verdichtet Asisi, der als Zeitzeuge in der DDR aufwuchs und ab 1978 in Westberlin lebte, seine Alltagserfahrungen im geteilten Berlin zu einer atmosphärischen Momentaufnahme mit großer Raumwirkung.

Das Berlin der 80er-Jahre entdecken

Wer durch das Panorama wandelt, fühlt sich zurückversetzt in den Alltag im Kreuzberg der 80er-Jahre. Das alternative Leben, in dem Punks, besetzte Häuser, eine Wagenburg oder ein Streichelzoo die Straßenszenen von SO 36 prägen, ist völlig getrennt vom Leben in Mitte in Ostberlin – und dennoch nur einen Steinwurf entfernt. Der mehrere Meter breite Todesstreifen mit seinen Grenzanlagen trennt West- und Ostteil, BRD und DDR, Kapitalismus und Kommunismus. Zur allgemeinen Sicherheit wird der Einlass koordiniert.

Außerdem gilt wie in allen Museen die Tragepflicht eines Mund-Nasen-Schutzes sowie die Einhaltung der Abstandsregelungen. Mehr Informationen dazu gibt es im Internet.

Viel Spaß beim Gewinnspiel!

Datum: 14. Mai 2020, Text: red., Bild: Tom Schulze (2012), asisi