Steglitz-Zehlendorf: Ausstellungen gegen die Kulturflaute

Ausstellung-Architekturmoderne-Steglitz-Zehlendorf

100 Jahre Groß-Berlin: Architektur-Schau im Gutshaus Steglitz und in der Schwartzschen Villa. Brücke-Museum nimmt mit Werken von Max Kaus den Betrieb wieder auf.

Mit Kunst und Kultur geht es in Steglitz-Zehlendorf nach wochenlangen Corona-Beschränkungen wieder aufwärts. Das Gutshaus Steglitz, Schloßstraße 48, und die Schwartzsche Villa, Grunewaldstraße 55,  eröffnen wieder am 11. Mai: Und zwar mit der ersten Ausstellung des berlinweiten Kooperationsprojektes „Großes B dreizehn mal Stadt“ zum Groß-Berlin-Centennium. Diese hört auf den Namen “Neu, Groß, Grün. 100 Jahre Architekturmoderne im Berliner Südwesten“.

Bis zum 28. Juni  sind in beiden Häusern zwölf herausragende Beispiele des Neuen Bauens in Steglitz-Zehlendorf zu sehen. Die Öffnungszeit: Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Natürlich gelten auch hierbei die aktuellen Corona-Regeln: Besucher werden gebeten, beim Betreten der Ausstellung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Pro Raum sind maximal zehn Personen zugelassen.

Berlin wird zur Metropole

Steglitz-Zehlendorf bildet im Gutshaus Steglitz und in der Schwartzschen Villa den Auftakt für eine Reihe von stadtweiten Ausstellungen und Rahmenprogrammen anlässlich von 100 Jahren Groß-Berlin. Per Gesetz entstand im Jahr 1920 Berlin, wie wir es heute kennen. Eingemeindet wurden von acht Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke. Vor allem in den Bereichen Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Infrastruktur erlebte die Stadt ab 1920 einen Modernisierungsschub, der die neugebildeten 20 Bezirke nachhaltig prägte. Bis heute bemerkenswert ist die einzigartige Architekturdichte der Moderne, insbesondere im Südwesten der Hauptstadt.

Das Brücke-Museum in Dahlem, Bussardsteig 9,  nimmt am 15. Mai 2020 seinen Publikumsbetrieb wieder auf und eröffnet zugleich die neue Ausstellung „Max Kaus. Unter Freunden“. Der ursprüngliche Eröffnungstermin am 30. März war wegen Corona verschoben worden. 

Die Schau würdigt das vielschichtige Werk des Berliner Künstlers (1891 – 1977) und zugleich die großzügige Schenkung von Sigrid Kaus, die dem Brücke-Museum in den letzten zwei Jahren 20 Gemälde aus allen Werkphasen von Kaus überlassen hat. Kaus „betonte stets die Kontinuität seines künstlerischen Schaffens, das sich von einem expressionistisch geprägten Frühwerk bis zu dem zur Abstraktion neigenden Spätwerk erstreckt”, teilt das Brücke-Museum mit.

Führungen fallen aus

Zum Schutz von Besuchern und Mitarbeitern werden ab diesem Tag Einlassbeschränkungen und Abstandsregelungen eingeführt, teilt die Leitung des Hauses mit. Das Museum wird schrittweise öffnen, anfangs wird es nur zwei Öffnungstage pro Woche (freitags und samstags von 11 bis 17 Uhr) geben. Öffentliche Veranstaltungen wie Führungen, Workshops und Vorträge entfallen vorerst. Parallel arbeitet das Team des Brücke-Museums weiterhin an Online-Vermittlungsformaten.

Weitere Informationen zu Kunst und Kultur in Zeiten von Corona gibt es hier.

Datum: 10. Mai 2020, Text: Redaktion, Bild: Ludger Paffrath