Die Maskenretter von Berlin-Buch

Helios-Mitarbeiterinnen mit neuen alten Masken

Helios entwickelt Verfahren zur Wiederaufbereitung von FFP-Masken

In Zeiten der Corona-Pandemie sind Schutzmaterialien, insbesondere Gesichts-Masken, weiterhin ein knappes Gut. Da die entsprechende Versorgungslage weiter angespannt ist, empfiehlt der Krisenstab der Bundesregierung die Wiederaufbereitung der Schutzmasken.

Nun haben Experten von Helios ein sicheres Verfahren zur Wiederaufbereitung von sogenannten FFP-Masken entwickelt, die deutlich über die vom Robert Koch-Institut (RKI) vorgegebene Sicherheitsstufe hinausgeht und ermöglicht so eine Wiederverwendung ohne Personalisierung. Ab sofort können bei Helios durch das Verfahren täglich 8.000 Masken aufbereitet werden.

Große Wirkung

Das Verfahren besteht aus mehreren Schritten. So werden die Masken zunächst nach RKI-Empfehlung trocken für 35 Minuten bei 70 Grad in so genannten Reinigungs- und Desinfektionsgeräten behandelt. Anschließend erfolgt zusätzlich die Aufbereitung in Umluft-Konvektoren bei 70 bis 75 Grad über insgesamt neun Stunden.

Diese beiden Verfahren in Kombination führen zu einem Aufbereitungswert A0 von 3.000. Zum Vergleich: Nach dem durch das Robert-Koch-Institut beschriebenen Verfahren wird ein A0-Wert von 60 erreicht. Dabei gilt, je höher der A0-Wert, desto größer ist die Desinfektionswirkung.

Eine Atemschutzmaske setzt sich zusammen aus verschiedenen Filtermaterialien und der Maske selbst und bedeckt Nase und Mund. Das Klassifizierungssystem unterteilt sich in drei FFP Klassen, das Kürzel FFP steht dabei für „filtering face piece“. FFP2- und FFP3- Masken sind hocheffektive Schutzmasken, die medizinisches und pflegerisches Personal aktuell im Umgang mit Covid-19-Patienten verwendet.

Datum: 7. Mai 2020 Text: Manfred Wolf  Bild: Thomas Oberländer/Helios