Berlin-Mitte: Parkmanager wieder im Einsatz

Das Pilotprojekt Parkdienst wird in ausgewählten Grünanlagen fortgesetzt.

Wer an den Ostertagen einen Spaziergang unternommen hat, hat sich auf der einen oder anderen Grünfläche wahrscheinlich auch über achtlos auf den Boden geworfenen Müll geärgert. Der zunehmenden Vermüllung der Berliner Parks soll mit dem im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Pilotprojekt Parkdienst entgegengewirkt werden. Nach dem erfolgreichen Auftakt in 2019 ist es der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und dem Bezirksamt Mitte nun gelungen, das Projekt zu verlängern. Ab sofort sind die Parkmanager wieder im Großen und Kleinen Tiergarten, im Monbijoupark inklusive James-Simon-Park, im Volkspark am Weinbergweg, im Park am Nordbahnhof, Volkspark Rehberge und im Schillerpark im Einsatz. Mit 442.598,44 Euro unterstützt die Senatsverwaltung die Aktion.

Corona-Regeln sollen eingehalten werden

Bis zum 11. Oktober werden die Beschäftigten der Berliner Sicherheitsfirma SGB täglich in den Grünflächen unterwegs sein und die Parkbesucher auf allgemeine Parkregeln sowie das Grünanlagen- und das Naturschutzgesetz hinweisen. Ein besonderes Augenmerk wird in den kommenden Wochen zudem den Verordnungen des Berliner Senats zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten. Der Parkdienst wird darauf achten, dass die Besuchenden den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50 Metern zueinander einhalten, Gruppenbildungen, Grillen und Picknicks unterbinden, und dafür sorgen, dass abgesperrte Bereiche nicht betreten werden. “Der Parkdienst zeigt Präsenz, klärt auf, dokumentiert Verstöße und leitet diese – wenn notwendig – an die Ordnungsbehörden weiter. Ziel ist es, das Sicherheitsgefühl der Parkbesucher zu steigern, Müll zu verringern und Vandalismus zu vermeiden”, heißt es dazu vom Grünflächenamt.

Illegales Grillen und Verstöße gegen die Leinenpflicht

2019 hat der Parkdienst im Zeitraum vom 1. Juli bis zum 20. August mehr als 2.000 Ansprachen getätigt. In mehr als 1.600 Fällen wies der Parkdienst Hundehalter auf die Leinenpflicht hin. Rund 100 Ansprachen betrafen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehr als 90 Ansprachen richteten sich gegen illegales Grillen.

Datum: 15. April 2020, Text: red., Bild: imago images/photothek