Wie sich Senioren in der Corona-Krise schützen können

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt Tipps für den Alltag daheim.

Ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe, wenn sie sich mit dem Coronavirus infizieren. Wie Senioren sich vor einer Ansteckung bestmöglich schützen können und was sie in der aktuellen Situation für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden tun können, darüber informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihrem Online-Portal. Das Angebot zeigt geeignete Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen und unterstützt Ältere mit praktischen Empfehlungen für den Alltag zu Hause.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Ältere oder chronisch kranke Menschen benötigen unseren besonderen Schutz. Die räumliche Distanz zu Angehörigen und dem gewohnten sozialen Umfeld belastet viele sehr. Um sie zu unterstützen, informiert die BZgA rund um das Thema Schutz vor dem Coronavirus. Neben den notwendigen Hygienemaßnahmen und Verhaltensempfehlungen sollten sie auch in den eigenen vier Wänden auf sich achten und sich ausgewogen ernähren, sich ausreichend bewegen, genug schlafen und mit der Familie und Freunden in Kontakt bleiben.”

Hilfreiche Tipps für Senioren

Dazu hat die BZgA hilfreiche Tipps zusammengestellt.” Neben den Alltagsempfehlungen hält das Online-Portal Merkblätter und Erklärvideos zum Thema Coronavirus bereit. Außerdem gibt es Antworten auf häufig gestellte Fragen – beispielsweise, ob ältere Menschen auf ihre Enkel oder Kinder aus der Nachbarschaft aufpassen dürfen oder ob Spaziergänge noch erlaubt sind. Empfehlungen zu gesunder Ernährung und Entspannungstechniken sind ebenfalls Teil des Angebots. Wer über keinen Internetzugang verfügt, kann bei der BZgA die „Bewegungspackung” bestellen – eine kleine Schachtel mit 25 anschaulichen Übungskarten. Die Trainingseinheiten sind leicht zu Hause umsetzbar.

Nachbarn können unterstützen

Bundesseniorenministerin Franziska Giffey (SPD) appellierte ebenfalls nochmals an Senioren und ältere Menschen, in dieser Zeit, besonders vorsichtig zu sein. „Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen brauchen jetzt die Solidarität aller Generationen. Ich begrüße es, dass Alten- und Pflegeheime weitgehend für Besucher geschlossen werden, nur so können die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen in der derzeitigen Situation geschützt werden. Wir müssen auch auf die vielen zu Hause lebenden Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen achten. Auch Familien, in denen Pflegebedürftige leben und versorgt werden, brauchen unsere Unterstützung.“ Nachbarn, die hier unkompliziert den Einkauf oder Botengänge übernehmen, seien „Engel des Alltags“.

Gleichzeitig ist Wachsamkeit vor „falschen Helfern“ notwendig. So fragen Betrüger besonders ältere Menschen nach Geld für teure Medikamente und medizinische Behandlungen; angebliche Handwerker behaupten, Haus und Wohnung zu überprüfen und desinfizieren zu wollen, angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes geben an, Corona-Tests durchführen zu wollen. Tipps, wie Sie sich gegen Betrüger schützen können, finden sich auch hier.

Bestellung der kostenlosen BZgA-Materialien unter:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln

Fax: 0221/8992257

E-Mail: order@bzga.de

www.bzga.de/infomaterialien

Datum: 14. April 2020, Text: red., Bild: imago images/Fotoagentur Nordlicht