Tempelhof-Schöneberg: SPD fordert Verlängerung der U4

Die Sozialdemokraten legen einen neuen Plan zur Verlängerung der U4 vor. 

Die U-Bahn-Linie 4 soll über den Innsbrucker Platz hinaus zum S-Bahnhof Friedenau verlängert werden. So lautet die Forderung der Sozialdemokraten. Außerdem soll sie am Bahnhof Nollendorfplatz als Abzweig der U1/U3 wieder Anbindung an die Kreuzberger Hochbahn erhalten. Damit könne die wenig frequentierte U-Bahnlinie endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt werden, heißt es in einer Mitteilung der Partei. Für Friedenau und Schöneberg würden attraktive, neue Netzverbindungen entstehen. Auch Fahrgäste der S1 könnten in Friedenau direkt zur U1/U3 umsteigen. Diese Möglichkeit besteht aktuell nicht.

Trasse versperrt

Bisher wären die Überlegungen zur Verlängerung der U4 am Innsbrucker Platz daran gescheitert, dass der in fast gleicher Tiefenlage querende Tunnel der A100 die Trasse unterirdisch versperrt. Eine südlich des Innsbrucker Platzes gelegene U-Bahn-Abstellanlage wurde bei der Errichtung des Tunnels 1970 vom übrigen Netz abgehängt.

Neuer Ansatz

Nun schlägt die SPD einen planerisch neuen Ansatz vor. „Aus heutiger Sicht ist es ein Unding, dass eine U-Bahn-Trasse durch einen Autobahntunnel verbaut ist. Das war die Vision der autogerechten Stadt der 1960er- /70er-Jahre, als der ÖPNV allenfalls Beiwerk war“, so Christoph Götz-Geene, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion. Verkehrspolitisch sei dieser Zustand heute nicht mehr hinnehmbar, bekräftigt er. Der neue Planungsvorschlag zeige einen Weg auf, die vertrackte Situation zu überwinden. “Wir hoffen, dass die Verkehrsverwaltung die Chancen ebenfalls erkennt und den Vorschlag aufgreift. Perspektivisch könnten wir uns dann eine Verlängerung der U4 bis zum Auguste-Viktoria-Krankenhaus vorstellen.”

 

Datum: 12. April, Text: Redaktion, Bild: imago images/Schöning