Marzahn-Hellersdorf bekommt 150 neue Bäume

Grüne fordern weitere Standorte und Pflanzungen.

Jetzt zur Frühlingszeit starten Pflanzungen von neuen Straßenbäumen in Marzahn-Hellersdorf. Schwerpunkt der Stadtbaumkampagne ist die Bezirksregion Marzahn (Nord). Geplant ist die Pflanzung von acht Linden in der Klandorfer Straße, 24 Spitz-Ahorn-Bäumen und zehn Hainbuchen in der Eichhorster Straße, fünf Hainbuchen und fünf Japanischer Flügelnussbäumen in der Rosenbecker Straße. Hinzu kommen acht Kastanien für die Otto-Nagel-Straße in Biesdorf.

Positive Baumstatistik

“Die neuen Pflanzungen können nur ein Baustein auf dem Weg hin zu einer positiven Baumstatistik sein, in der mehr Bäume gepflanzt als gefällt werden”, sagt Julia Scharf, die Sprecherin des Grünen- Kreisverbandes. “Wir fordern das Bezirksamt immer wieder aktiv auf, so zum Beispiel mit unserer Aktion ,Hier fehlt ein Baum’, Standorte für Baumpflanzungen zu suchen und selbst mehr Pflanzungen vorzunehmen.”

Rund 102.000 Bäume gibt es in Marzahn-Hellersdorf. Etwa 49.000 davon sind Straßenbäume, die mindestens einmal jährlich kontrolliert und auf Schäden überprüft werden. In schwierigen Fällen werden Spezialprüfungsverfahren  angewandt oder zusätzlich ein externer Sachverständiger hinzugezogen. In jedem Jahr muss – bedingt durch Umwelteinflüsse, Verkehrsunfälle, Baumaßnahmen sowie Leitungsarbeiten im Wurzelbereich, aber auch durch natürliche Faktoren wie Holzfäule und altersbedingtes Absterben – ein Anteil des Baumbestandes entfernt werden.

Fällungen bei Baumaßnahmen

Natürlich werden dabei nicht nur Bäume gefällt, sondern auch Neupflanzungen geplant und realisiert. Der überwiegende Anteil der Pflanzungen erfolgt im Rahmen von Baumaßnahmen bei der Neugestaltung von Parks und Grünanlagen. Neupflanzungen im Straßenraum erfolgen seltener, weil hier häufig die erforderlichen Standortbedingungen nicht mehr erfüllt sind.

So ist es beispielsweise oft der Fall, dass neu verlegte Leitungen keinen Platz mehr für neue Bäume lassen, dasselbe gilt für neu angelegte Gehwegabschnitte, teilt das Bezirksamt mit. Da viele Straßen noch nicht fertiggestellt sind oder aufgrund des Zustandes oder neuer Anforderungen Neuplanungen zu erwarten sind, können dort häufig keine Neupflanzung erfolgen. Häufig müssen daher alte Bäume vorläufig ersatzlos fallen.

Datum: 10. April 2020, Text: Redaktion. Bild: imago images/Michael Schick