Haustürbetrug mit Corona-Tests

In der Coronakrise haben sich Betrüger eine ganz besonders fiese Masche einfallen lassen.

Verbrecher könnten die derzeitige Unsicherheit mancher Bürger in Zeiten der Coronakrise für ihre Machenschaften ausnutzen. So warnt das Bezirksamt Neukölln derzeit vor Betrügern, die sich an der Haustür als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben und anbieten, Menschen auf das Virus testen zu wollen. Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) betont ganz deutlich, es gebe keine unangekündigten oder flächendeckenden Tests in Berlin. Das bestätigt auch die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Ein Corona-Test muss angefordert werden. Erst dann kommen Tester, vor Verordnung Ihres behandelnden Arztes oder des Gesundheitsamtes an einem abgestimmten Termin zu Ihnen nach Hause, um einen Test durchzuführen.“ Sollte der Test ärztlich angeordnet sein, entstünden hierfür keine Kosten. Außerdem könnten sich die Tester ausweisen.

Polizei kontaktieren

„Getestet wird zudem nur, wer bestätigten Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatte oder in einem Risikogebiet war und Symptome wie Husten, Fieber und Atembeschwerden zeigt“, führt Liecke aus. Sollte jemand an der Tür klingeln, der – vielleicht sogar gegen Geld – einen Corona-Test anbietet, solle sofort die Polizei kontaktiert werden: „Lassen Sie sich nicht bedrängen. Lassen Sie sich keine Angst machen. Rufen Sie die Polizei“, appelliert der Stadtrat.

Die Polizeiliche Kriminalprävention rät zu Vorsicht vor Personen, die Corona-Tests durchführen wollen:

  • Werden Sie telefonisch dazu aufgefordert kostenpflichtige Tests durchzuführen, legen Sie auf. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt und fragen Sie danach, ob für Sie ein Test angeordnet wurde.
  • Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Übergeben Sie kein Geld an vermeintliche Tester an Ihrer Haustür. Lassen Sie sich auch durch Drohungen nicht verunsichern.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe. Bei akuter Bedrohung rufen Sie die Polizei unter 110.
  • Melden Sie solche Vorfälle Ihrer nächstgelegenen Polizeidienststelle.

Datum: 8. April, Text: Redaktion, Bild: imago images/Seeliger