Berlin (a)live sammelt Kultur-Streaming-Angebote

Neue Plattform bündelt digitale Kultur-Highlights von Künstlern und Musikern.

Wie kommt Kultur zu den Berlinern, wenn öffentliche Events abgesagt sind, sämtliche Kultureinrichtungen geschlossen haben? In der Corona-Krise will eine neue Plattform Angebote des Berliner Kulturlebens online verbreiten.

„Berlin (a)live“ wolle ein Ort sein, „an dem in der Krise alles und alle zusammenkommen“, wie es auf der Plattform heißt. An jedem Tag werde auf Künstler und Konzerte, Theaterinszenierungen oder Audiowalks aufmerksam gemacht, denen die Menschen von ihrer heimischen Couch aus zusehen können. „Wenn die Öffentlichkeit zuhause bleiben muss, bringen wir sie auf einer anderen Ebene zurück. DJ-Battles und Diskussionen, Opern und Performances sowie Konzerte und Vernissagen – alles im Livestream. Wir schaffen einen digitalen Raum für all diejenigen, die Öffentlichkeit brauchen, um zu überleben“, so die Initiatoren von „Berlin (a)live“, die unter anderem von Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) in ihrem Anliegen unterstützt werden: Gerade in Zeiten erzwungenen ,Unter-sich-Seins’ brauchen wir die Künste – und sei es digital.

Kulturelle Bandbreite 

Sie sollen sichtbar sein, auffindbar sein, uns begleiten und unterstützen.“ Unter den Live-Events, auf die Nutzer mit einem Klick weitergeleitet werden, befanden sich bereits ein Audiowalk, der Zuhörer durch Lichtenberg führt, eine Lesung für Kinder von vier bis zwölf Jahren aus der Friedrichshainer Pablo-Neruda-Bibliothek, eine Aufzeichnung des „Kaukasischen Kreidekreises“ aus dem Berliner Ensemble oder Folgen des Hauptstadt-Podcasts „Berliner Schätzchen“. Künstler können ihre geplanten Live-Events selber einstellen und so ein noch größere Publikum erreichen.

Datum: 2. April 2020, Text: kr, Bild: imago images/snapshot