Lichtenberg 47: Finanzielle Hilfe durch virtuelle Partien

Spenden: Zuschauer kaufen Tickets für Spiele, die gar nicht stattfinden.

Der SV Lichtenberg 47 gehört in dieser Saison zu den absoluten Überraschungsvereinen in der Fußball-Regionalliga Nordost. Um so schmerzlicher ist die Saisonpause oder gar ein möglicher Saisonabbruch für den so erfolgreichen Aufsteiger. Besonders attraktive Partien standen schließlich auf dem Spielplan in der traditionsreichen Hans-Zoschke-Arena an der Lichtenberger Ruschestraße. Um zumindest den wirtschaftlichen Schaden des Tabellenelften etwas einzugrenzen, hatte der Verein eine besondere Idee.

Unter dem Motto #Wirfür47Trotzcorona wurden virtuelle Tickets erstmals für das Heimspiel gegen Bischofswerda zum Preis von jeweils zehn Euro verkauft. Die fünftägige Vorverkaufsaktion für das eigentlich am 22. März angesetzte Heimspiel spülte immerhin 1.470 Euro in die Kassen des Vereins. Nach dem tollen Erfolg und der beeindruckenden Unterstützung dieser virtuellen Begegnung folgte jetzt die zweite Runde. Anlässlich der Partie gegen Chemie Leipzig konnten die Fans für das virtuelle Spiel am 28. März Tickets kaufen. „Wir müssen da noch Kassensturz machen, aber die Resonanz war ähnlich hoch wie in der Partie gegen Bischofswerda“, erklärt Pressesprecher Steven Wiesberger.

Ob die Aktion für die kommenden Partien fortgeführt wird, hängt von der Durchführung der restlichen Saison ab. „Da entscheidet nicht nur der Regionalliga-Verband. Das hängt auch von den Entscheidungen aller übrigen Verbände ab“, so Wiesberger. Für alle aktuellen Spender verspricht der Sportliche Leiter von Lichtenberg 47, Benjamin Plötz, zumindest eine kleine Belohnung. „Alle Unterstützer werden namentlich genannt und können sich ein Geschenk am Fanshop abholen, wenn es dann endlich wieder real losgeht.“

29. März 2020, Bild und Text: Stefan Bartylla