Berlin-Mitte: Hedwigskathedralen-Protest geht weiter

Bauantrag zur Sanierung wurden Ende Februar eingereicht.

Der Streit um den Umbau der Hedwigskathedrale wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Am 27. Februar wurde der Bauantrag zur Sanierung und Umgestaltung der Sankt Hedwigs-Kathedrale beim Bezirksamt eingereicht. Grundlage sind demnach die im denkmalrechtlichen Bescheid von 2018 genehmigten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen. Die Arbeiten sollen auf der Grundlage des Entwurfs der Preisträger des Wettbewerbs, „Sichau & Walter“ mit Leo Zogmayer erfolgen.

Verhandlungstermin am 17. März

Für die Sanierung der Kuppel sei hingegen kein Bauantrag nötig, sie wird noch im Frühjahr beginnen. Für die Initiative Freunde der Hedwigskathedrale ein Anlass, erneut gegen die Restaurierung der Kirche zu protestieren. Noch immer läuft zudem eine Klage gegen das Erzbistum Berlin, das die Arbeiten im Inneren der Kathedrale veranlasst haben. Der Verhandlungstermin ist für den 17. März angesetzt.

Die Initiative wirft dem Erzbistum vor, das Gesamtkunstwerk zu vernichten. „In Protestwachen weisen wir die Öffentlichkeit auf das destruktive Vorgehen der Leitung des Erzbistums hin und fordern nachdrücklich die Wiederherstellung der denkmalgeschützten Gestalt der Hedwigskathedrale“, heißt es von der Initiative. 

Datum: 11. März 2020, Text: kr, Bild: imago images/PEMAX