Berlin-Mitte: Der Alex-Tunnel muss abnehmen

Bevor die U-Bahn-Linie 5 in Betrieb genommen wird, stehen noch Bauarbeiten an.

In Vorbereitung auf die Inbetriebnahme der neuen U5 Ende des Jahres hat jetzt die Umsetzung einer weiteren umfangreichen Baumaßnahme an der Oberfläche begonnen. Zwischen den U-Bahnhöfen Alexanderplatz und Rotes Rathaus muss laut der verantwortlichen BVG Projekt GmbH die Auflast auf dem so genannten „Alex-Tunnel“ von 10.000 Tonnen um rund 2/3 reduziert werden. Dafür wurde bereits eine Baustelle entlang der Rathausstraße eingerichtet, die die Strecke zwischen Gontardstraße und Jüdenstraße umfasst. „Der Zugang zu den Gewerbe- und Wohneinheiten ist weiterhin gegeben, auch der Europaradweg bleibt durchgehend befahrbar, auch wenn er diverse Male verlegt werden muss“, erklärt die BVG. Die Arbeiten sollen den gesamten Sommer über andauern und im November abgeschlossen sein.

Betonschichten abtragen

Der Alex-Tunnel wurde bereits 1930 als Aufstell- und Kehranlage für die Züge der heutigen U5 in Betrieb genommen. Von Mai 2016 bis April 2019 wurde der Tunnel saniert und für die künftige Durchfahrt der verlängerten Bahnlinie 5 umgebaut. Bei diesen Arbeiten fiel auf, dass der Tunnel mit weit schwereren Bodenschichten überdeckt ist, als in den Plänen verzeichnet: Vermutlich im Zuge der Umgestaltungen rund um den Fernsehturm wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Asphalt- und Betonschichten aufgebracht, ohne vorher die bestehenden Schichten zu entfernen.

Das wird nun nachgeholt und insgesamt fast 10.000 Tonnen Beton- und Asphaltschichten weggegraben, kündigt die BVG an. Außerdem wird mit der Baumaßnahme Vorsorge dafür getroffen, dass die künftige Straßenbahnlinie vom Alex bis zum Kulturforum über diese Strecke geführt werden kann. Die neue U-Bahn-Strecke soll Ende des Jahre fertiggestellt sein.

Datum: 7. März 2020, Text: Red., Bild: imago images / PEMAX