Neukölln: Neubau für Vivantes Klinikum

Das Krankenhaus erweitert sein bereits bestehendes Hauptgebäude

Mit einer Kapazität von über 1.200 Betten zählt das Vivantes Klinikum zu einem der größten Krankenhäuser Berlins. Durch den  ersten Spatenstich für den geplanten Erweiterungsbau Nordkopf legte das Klinikum kürzlich den Grundstein für eines seiner – nach eigener Aussage – größten und wichtigsten Bauvorhaben. Der Neubau ergänzt das bestehende Hauptgebäude hin zur Rudower Straße und soll eine erweiterte, moderne Kinder- und Erwachsenenrettungsstelle, eine Radiologie, einen Intensivbereich mit 28 Betten, eine Funktionsdiagnostik für die Endoskopie und eine Kardiologie, 16 Operationssäle sowie 240 Pflegebetten beherbergen. Außerdem ist geplant, einen Landeplatz für Hubschrauber auf dem Dach des Gebäudes zu errichten. 
 

Verbessertes Umfeld für Patienten und Mitarbeiter 

 
„Das Vivantes Klinikum Neukölln ist unverzichtbar. Es stellt die stationäre Versorgung im Süden Berlins sicher. In den beiden Rettungsstellen werden jährlich etwa 78.000 Erwachsene und 20.000 Kinder behandelt. Diese wichtige Versorgung wird künftig deutlich mehr Raum erhalten“, so Dilek Kalayci (SPD), Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Weiter betont Kalayci die Schaffung eines besseren und moderneren Umfeldes sowohl für die Patienten, als auch für die Mitarbeiter des Klinikums. 
 

Weitere Maßnahmen

 
Der Erweiterungsneubau, dessen Fertigstellung für 2024 geplant ist, schaffe nicht nur zusätzliche Kapazitäten, sondern wirke sich auch auf weitere Sanierungen des gesamten Komplexes aus. Denn das bestehende Gebäude bedarf laut Klinikum ebenfalls einiger baulicher Erneuerungen: Technik, Gebäudehülle, Fassade und Dach des Haupthauses müssen energetisch saniert werden. Das könne allerdings nicht bei laufendem Betrieb realisiert werden. Zusätzlich zu den vorbereitenden Maßnahmen für den Nordkopf hatte das Klinikum bereits mit der Sanierung des Südkopfes begonnen. Dort werde man eine neue Zentralsterilisation und eine Klinikapotheke unterbringen, die das Klinikum Neukölln und weitere Standorte versorgt. Zusätzlich soll ein Präsenzlabor eingerichtet werden. Es ist geplant, die Maßnahmen 2022 abzuschließen. Etwa 30 Millionen Euro wird die Sanierung des Südkopfes kosten. 
 

Wichtige Investition

 
Der Erweiterungsneubau Nordkopf werde mit rund 226 Millionen Euro zu Buche schlagen. Laut  Matthias Kollatz (SPD), Senator für Finanzen, habe das Land Berlin 2019 bereits Mittel in Höhe von rund 164 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Kollatz beschrieb dies als „eine der wichtigsten Investitionen für das Klinikum Vivantes Neukölln überhaupt. Der große Kopfbau, der eine eigene Klinik für sich ist, ermöglicht es überhaupt erst, den ganzen Standort Neukölln in mehreren künftigen Abschnitten zu sanieren.“ Auch Berlins  Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) äußert sich im Rahmen des Nordkopf-Spatenstiches positiv: „Das Klinikum Neukölln ist eins der größten Krankenhäuser Deutschlands, und Vivantes ein wichtiger Partner in der Weiterentwicklung des Gesundheitsstandortes Berlin. Wir investieren hier gemeinsam in modernste medizinische Strukturen und damit in die Zukunft der Stadt.“  
 
Rund 2.400 Mitarbeiter – davon etwa 560 im ärztlichen und knapp 1.100 im pflegerischen Bereich – beschäftigt das Vivantes Klinikum. Sie behandeln nach eigenen Angaben im Jahr mehr als 90.000 ambulante und über 50.000 stationäre und teilstationäre Fälle. In der Geburtsklinik erblicken jedes Jahr außerdem über 3.200 Babys das Licht der Welt.
 
Datum 05. März, Text: Redaktion, Bild: Heinle, Wischer & Partner – freie Architekten