Auf den akustischen Spuren Rosa Luxemburgs

Ein Audiowalk des Mitte Museums führt zu den letzten Stationen der Politikerin.

Am 8. März, um 11 Uhr, präsentiert das Mitte Museum einen neuen Audiowalk: Anlässlich des Todestages von Rosa Luxemburg, der sich im vergangenen Jahr zum 100. Mal jährte, stehen die letzten Stationen der 1919 ermordeten Politikerin im Mittelpunkt der stadtgeschichtlichen Führung, die Teilnehmer sieben Euro kostet.

Spurensuche am Landwehrkanal

Vom Treffpunkt, dem Haus der Festnahme an der Mannheimer Straße 27, führt der Weg entlang des Ortes der Vernehmung, dem damaligen Hotel Eden nahe dem heutigen Olaf-Palme-Platz, über die Budapester Straße, wo der Todesschuss fiel, bis hin zu den Stellen am Landwehrkanal, wo die Leiche hineingeworfen wurde. Erst Monate später wurde Luxemburg im Wasser der Schleuse Tiergarten gefunden. Ausgestattet mit Kopfhörern und Mediaplayern begeben sich die Teilnehmer rund 70 Minuten auf „eine akustische Spurensuche vom letzten Tag Rosa Luxemburgs – geleitet von der Stimme einer Stadtführerin“, sagt die Initiatorin des Audiowalks, Anna Opel.

Zitate von Rosa Luxemburg

Gemeinsam mit Ruth Johanna Benrath konzipierte sie die Stadtführung bereits 2019 und begleitet sie auch in diesem Jahr. Zu hören sind Zitate von Rosa Luxemburg – aber auch Augenzeugenberichte und der O-Ton einer Schülerin, die ihren individuellen Aktualitätsbezug zu Luxemburg beschreibt. „Ergänzt durch Schilderungen der gesellschaftlichen Situation vor 100 Jahren lebt die nicht ohne weiteres sichtbare Geschichte akustisch auf und vermischt sich mit der subjektiven Wahrnehmung der besuchten Orte“, sagt Opel. Um eine Anmeldung zur ersten Führung am 8. März wird gebeten. Weitere Durchläufe sind für den 19. April, den 17. Mai und den 16. Mai geplant. Um eine Anmeldung per Mail wird gebeten: audiowalk@mittemuseum.de

Datum: 4. März 2020, Text: Red., Bild: imago images/Jürgen Ritter