Von der Absurdität des Todes und einem gewissenhaften Zeitfahrer

Schaubude Berlin lädt im März gleich zu vier Premieren in ihr Haus

Auf vier Premieren dürfen sich die Fans der Schaubude Berlin im März freuen. Los geht’s am 4. März, 20 Uhr, mit „Sense“. Veronika Thieme und das Berliner Musiker-Duo Miosotis bringen einen Theaterabend auf die Bühne, der dem Tod ohne Scheu ins Auge blickt. Und das mit echter Beerdigungsband und Patientenverfügung, mit einer toten Puppe und einer lebendigen Spielerin. Wie sieht es aus, das Sterben, wie fühlt es sich an? Und was geschieht, wenn es soweit ist? Welche Musik wünscht man sich für die eigene Beerdigung?

Eine Auseinandersetzung mit dem verdrängten Thema der eigenen Sterblichkeit, die uns mit dem notwendigen Humor die Absurdität des Todes und die Schönheit unseres begrenzten Lebens feiern lässt (weitere Vorstellungen am 26., 28. und 29. März).

Sogenanntes visuelles Theater produziert die Stuttgarter Truppe „Dekoltas Handwerk“ am 5. und 6. März mit ihrem Stück „Imprint (Versuche zur Abwesenheit“). Inspiriert durch die Ästhetik alter Post-mortem-Fotografien befragen sie mit Puppe, Maske und Objekt das eigene Verschwinden.

Aus Wahlsdorf kommen die flunker produktionen: „Geister – Was machen die Toten“ am 7. und 8. März ist Figurentheater mit Live-Musik. Das Ensemble lässt Geister erzählen, was einen im Jenseits erwartet. Das ist manchmal krachend traurig, manchmal zum Heulen lustig.

Das Pangalaktische Theater erzählt in „Das Zeitrad“ am 13. und 14. März vom Planeten Uila, auf dem immer alles nach Plan läuft. Denn Mtoktok Johannson, seines Zeichens Zeitfahrer von Uila und zuständig für den Fortlauf der Zeit, geht seiner Arbeit jeden Tag aufs Neue gewissenhaft nach. Bis seine Tochter Meijnen bemerkt, dass für ihn ein Urlaub nötig wäre … Mehr Informationen online.

Datum: 29. Februar 2020 Text: Manfred Wolf Bild: Pangalaktisches Theater