Berlin-Reinickendorf: SPD fordert Konzept gegen Verkehrschaos

Bauarbeiten an A111, U6 und S25 stehen bevor.

Auf Reinickendorf kommen einige Verkehrsprojekte zu, deren Folgen kaum absehbar sind. Noch ist unklar, ob die Sanierungsmaßnahmen für die U6, angekündigt für das Frühjahr 2021, beendet sein werden, wenn die Arbeiten an der Autobahn 111 im Frühling 2023 beginnen. Die Ausbau-Maßnahmen der S25 stehen ebenfalls noch an: Das Zentralstellwerk nach Hennigsdorf soll gebaut werden, was zu Schienenersatzverkehr führen wird.

Jörg Stroedter, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, hat bei Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos/für Grüne) ein umfassendes und abgestimmtes Verkehrskonzept für die besagten Vorhaben angefordert. „Um das befürchtete Chaos in Grenzen zu halten, gibt es nur einen Weg: Die Maßnahmen dürfen auf gar keinen Fall gleichzeitig stattfinden“, so der Abgeordnete aus Reinickendorf.

Schon die Sperrung der U6 führe dazu, dass neben dem Schienenersatzverkehr eine erhebliche Anzahl an Pkws zu dem normalen Verkehrsaufkommen hinzukommen, wodurch die sowieso schon hochbelasteten Straßen Scharnweberstraße und Berliner Straße an ihre Kapazitätsgrenzen kommen. Eine Sperrung der A 111 habe noch weitaus größere Auswirkungen. Darüber hinaus sei ab dem Jahr 2023 auch noch die Erneuerung der Ollenhauerstraße geplant.

Datum: 27. Februar 2020. Text: Redaktion. Bild: imago images/Jürgen Ritter.