Berlin-Mitte: Grüne wollen „Superblocks“ anlegen

In den Wohnvierteln soll dadurch der motorisierte Verkehr reduziert werden.

Die Grünen-Fraktion im Bezirksparlament setzt sich derzeit für ein neues Verkehrskonzept in Mitte ein, das sich bereits in anderen Städten wie Barcelona bewährt hat. Das Konzept der „Superblocks“ oder auch „Superilles“ stammt aus der spanischen Großstadt und hat das Ziel, den motorisierten Verkehr in größeren und zusammenhängenden Wohngebieten auf ein Minimum zu reduzieren. Dadurch soll die Aufenthalts- und Wohnqualität in den Gebieten erhöht werden. In diesen abgesteckten Vierteln, den „Superblocks“ also, dürfen Autofahrer dann beispielsweise nur zehn Kilometer pro Stunde fahren. Eine andere Option ist, nur Anwohnern und Lieferverkehr Zufahrt zu gewähren. „Durch Zufahrtsbeschränkungen und bauliche Maßnahmen (Poller, Stadtmöbel, Baumscheiben) soll eine Querung der Gebiete durch Ortsfremde verhindert werden. Ziel ist es, dass nur noch berechtigte Personen, Entsorgungs- und Versorgungsdienstleister sowie Einsatzkräfte (Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste) in das Gebiet einfahren können“, erklären die Antragsteller. Dadurch soll dauerhaft der motorisierte Individualverkehr reduziert werden.

Datum: 22. Februar 2020, Text: Katja Reichgardt,