Tauentzienstraße den Fußgängern

FDP-Fraktion will Fußgängerzone in der City-West erproben.

Über die Bemühungen von Anrainern und Gewerbetreibenden, die City West für Berliner und Besucher der Stadt wieder attraktiver zu machen, hat das Berliner Abendblatt in den vergangenen Wochen mehrmals berichtet. Nun fordert auch die FDP-Fraktion im Bezirksparlament Maßnahmen, um die Verweildauer auf dem Tauentzien, dem Ku’damm und die Straßen rund um den Zoo zu erhöhen.

Nur für Passanten

In einem entsprechenden Antrag fordern sie die Bezirksämter von Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg dazu auf, sich für die Schaffung einer Fußgängerzone zwischen Joachimsthaler Straße und dem Wittenbergplatz einzusetzen. Der Abschnitt soll zeitweise lediglich Passanten zur Verfügung stehen. „Beispielsweise sollte hier als erster Schritt geprüft werden, ob der Weihnachtsmarkt von der Gedächtniskirche ausgehend zum Wittenbergplatz im gesamten Straßenraum erweitert werden könnte. In Betracht kommt auch eine Sperrung der Straße während der Sommerferien“, erklären die Antragsteller.

Dauerhafte Verkehrsberuhigung gewünscht

Langfristiges Ziel soll aber die dauerhafte Verkehrsberuhigung in diesem Abschnitt werden. „Die City West muss neue Impulse für die Stadtgestaltung der Zukunft setzen. Andere Städte, wie Wien mit der Fußgängerzone Mariahilfer Straße, machen es vor. Dabei muss ein gesamtstädtisches Konzept dafür sorgen, dass der Verkehr weiter fließt, die lokale Wirtschaft profitiert und die Besucher und Anwohner an Lebensqualität dazugewinnen“, heißt es weiter. Ob und wie sich das Konzept für eine Fußgängerzone, wie sie in diesem Sommer auch erneut an der Friedrichstraße erprobt werden soll, soll sich während einer mehrwöchigen Testphase zeigen. Begleitet werden soll das Ganze von einem wissenschaftlichen Gutachten.

Datum: 19. Februar 2020, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago images/Schöning