Berlin-Tempelhof: Umweltschonender Lieferverkehr

Auf dem Tempelhofer Damm werden Lastenräder für die „letzte Meile“ eingesetzt.

Ein ganzheitliches Lieferkonzept für Händler am Tempelhofer Damm existiert derzeit nicht. Die Einkaufszentren und größeren Filialisten verfügen bereits über eigene Lieferzonen, die Belieferung der kleineren Geschäfte und Gewerbetreibenden gliedert sich jedoch in den fließenden Verkehr, mit all den dazugehörigen Problemen, ein. Deshalb kam der Unternehmerinitiative Tempelhofer Damm die Idee, dass die Belieferung beteiligter Geschäfte im Rahmen der sogenannten „letzten Meile“ durch Elektro-Lastenräder erfolgen könnte. Dafür bedarf es eines zentralen Standortes als Umschlagplatz für die angelieferten Güter – ein sogenannter „Mirco-Hub“. Über das bevorstehende Pilotprojekt „Micro-Hub – Lieferung der letzten Meile am Te-Damm“ informierten die Unternehmerinitiative und das Bezirksamt Ende Januar gemeinsam.

Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD): „Wir freuen uns sehr auf den Start des Pilotprojektes. Die Lastenräder werden den Tempelhofer Damm entlasten. Der Lkw-Lieferverkehr wird reduziert, was wiederum CO2-Emissionen, Lärm und Stau vermindert.“ Die Testphase soll in etwa ein Jahr betragen und die geplante Strecke von ein paar Kilometern wird vom U-Bahnhof Ullsteinstraße bis zum U-Bahnhof Alt-Tempelhof reichen. Der Micro-Hub, an dem die Lieferungen zwischengelagert werden, wird auf dem Park-and-Ride-Parkplatz an der Autobahnabfahrt A 100 auf die B 96 entstehen. Von diesem Punkt startet dann zum Beispiel ein Lastenfahrrad, welches bis zu 250 Kilogramm Nutzlast transportieren kann. Bei acht Kilogramm Durchschnittsgewicht pro Paket könnten 30 pro Tour zugestellt werden. Zwei Hersteller von Lastenfahrrädern boten an, ihre Fahrräder zu Testzwecken beim Tempelhofer Sommer am 13. und 14. Juni zur Verfügung zu stellen.

Auf dem Foto von links nach rechts: Tobias Mette (Vorstandsvorsitzender Unternehmer-Initiative Te-Damm), Jan Kruska (smart city /Deutsche Bahn, DB Station & Service AG), Stadträtin Christiane Heiß und Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler. 

Datum: 19. Februar 2020, Text: red, Bild: Wirtschaftsberatung