Berlin-Charlottenburg: Kritik an Sammel-Glascontainern

Abschaffung der Behälter in Hinterhöfen wird von Anwohnern bemängelt.

Der Abzug von rund 30.000 Altglas-Tonnen aus den Berliner Hinterhöfen sorgte in der gesamten Stadt für Kritik. Immer wieder kursierten in den vergangenen Wochen Bilder von überfüllten Containern in den sozialen Medien. Bezirksstadtrat Arne Herz (CDU) sieht die Abschaffung der haushaltsnahen Glassammlung ebenfalls kritisch. „Dies wurde gegenüber der BSR und der federführenden Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mehrfach und bereits vor einem Jahr geäußert.“ Das erklärt der Ordnungsstadtrat in einer Antwort auf die Frage des SPD-Abgeordneten im Bezirksparlament, Alexander Sempf. Nun geht es darum, weitere Standorte für Sammelcontainer zu finden. Diese werden von dem Entsorgungsunternehmens „Berlin Recycling GmbH“ vorgeschlagen und anschließend vom Ordnungsamt geprüft. Teilweise komme es dabei auch zu Ablehnungen oder Modifizierungen des Standortes, so Herz.

Anwohner beschweren sich

Außerdem habe es bereits einige Anwohner-Beschwerden, „insbesondere über neu vergebene Standorte, aber auch über die Vermüllung einzelner Standorte beziehungsweise Überfüllung der Container“ gegeben. Dennoch sei eine Beteiligung von Anwohnern am Auswahlverfahren für künftige Glascontainer nicht vorgesehen. Der Bezirks wolle aber weiterhin schnell auf etwaige Beschwerden reagieren und Ausweichstandorte für die Sammelstellen finden. Aus Sicht der Abfallwirtschaft war der Abzug der „privaten“ Container lange überfällig. Demnach funktioniere die Glastrennung bei großen Altglascontainern besser. So hätten auf privaten Grundstücken und in Hinterhöfen in der Regel nur Tonnen für weißes und buntes Glas gestanden. Braunes und grünes Glas wäre oftmals in einer Tonne gelandet und musste im weiteren Verlauf wieder getrennt werden.

Datum: 6. Februar 2020, Text: Red., Bild: Bild: imago images/Horst Galuschka