Berlin-Lichtenberg: Protest gegen Ausweichschule

Schulsanierung

Standort an der Bernhard-Bästlein-Straße stößt auf Kritik.

Lichtenberg braucht zusätzliche Schulplätze und muss viele vorhandene Schulen in den kommenden Jahren grundlegend sanieren. Dafür hat das Land Berlin ein Konzept entwickelt, in dem die Funktionsbereiche der von der Sanierung betroffenen Gebäude und Flächen für den Zeitraum von jeweils zwei Jahren ausgelagert werden.
Umquartierung notwendig.

Temporäre Standorte

Der Bezirk  verfügt über keine Reservegebäude, die dafür genutzt werden können. Für einen Zeitraum von rund zehn bis 15 Jahren werden deshalb temporäre Schulstandorte gebaut, um dorthin die betreffenden Schüler während der Baumaßnahmen umzuquartieren. Im gesamten Bezirk gibt es derzeit zwei solcher sogenannten „Drehscheiben“-Standorte in der konkreten Planung. Neben einem Areal in Neu-Hohenschönhausen fiel eine Entscheidung für ein Gelände an der Bernhard-Bästlein-Straße 56. Hier ist Fläche verfügbar, die Nähe zu den zu sanierenden Schulen und auch die Mindestgröße von rund 1,1 Hektar sind gegeben.

Die Auswahl

Insgesamt sieben Standorte hatte das Bezirksamt für den Bau einer solchen Drehscheiben-Schule im Fennpfuhl in Betracht gezogen, allein der Bereich an der Bernhard-Bästlein-Straße genügte den Mindestkriterien.
Die Proteste. Ein Plan, den viele Nachbarn verhindern wollen. Die „Interessengemeinschaft Drehscheibe“ hat gegen diesen Schulbauplan bereits mehrfach protestiert. Die Anwohner befürchten zusätzlichen Lärm sowie die Abholzung des vorhandenen Baumbestandes. „Das Bezirksamt ist sich der zusätzlichen Belastungen für die Nachbarschaft sehr wohl bewusst, aber die Prüfung alternativer Schulstandorte hat kein anderes Ergebnis zugelassen“, heißt es in einer Mitteilung aus der Verwaltung zu dieser Entscheidung, die in einem ämterübergreifenden Prüfverfahren getroffen wurde, wie es heißt.

Datum 26. Januar 2020, Text: red, Bild: Stefan Bartylla