Berlin-Pankow: Auschwitz-Gedenken mit Lichterkette

Eine Menschenkette erinnert an die Befreiung des KZ Auschwitz

Breites Pankower Bündnis erinnert an die Befreiung des NS-Konzentrationslagers

Am 27. Januar vor 75 Jahren wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch sowjetische Truppen befreit. In Erinnerung an diesen Tag und als Mahnung der Geschichte rufen die Kommission für Bürgerarbeit, die Kirchengemeinde Alt-Pankow und die Pankower Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) zur Gedenkkundgebung auf.

Mit der „Pankower Lichterkette“ gedenken die Menschen in ihrem Kiez seit 1999 der Befreiung Auschwitz. Die Lichterkette steht unter dem Motto „für ein solidarisches und gewaltfreies Miteinander, gegen Antisemitismus und Rassismus“. Weltweit finden am Holocaust-Gedenktag Veranstaltungen der ehrenden Erinnerung an die Opfer und der Mahnung statt.

Treffpunkt zur „Pankower Lichterkette“ ist das ehemalige Jüdische Waisenhaus in der Berliner Straße 120/121 nahe des Garbatyplatzes. Neben dem Pankower Bürgermeister Sören Benn (Die Linke) und der Geschäftsleiterin des Unabhängigen Jugendzentrums Pankow JUP e.V., Jana Ringer, wird der Pankower VVN-BdA-Vorsitzende Mathias Wörsching sprechen. Außerdem wird es einen Beitrag eines Redners der Seenotrettungsinitiative Sea-Watch geben.

Im Anschluss an die Kundgebung findet wie jedes Jahr eine Schweigeminute auf der Kreuzung Berliner Straße/Breite Straße statt. Zudem wird es ab 18.45 in der Alten Pfarrkirche in der Breiten Straße 37 eine Andacht der Kirchengemeinde geben. Seit dem 9. November hängen am ehemaligen Jüdischen Waisenhaus auch erneut die Tafeln mit den Namen der jüdischen Bürger Pankows, die in der Zeit des Naziregimes dem antisemitischen Morden zum Opfer fielen. Diese Tafeln wurden durch das Engagement und die Spenden vieler Pankower Einzelpersonen, Verbände und Initiativen ermöglicht.

Datum: 25. Januar 2020 Text: Redaktion Bild: VVN-BdA